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Transport und Logistik

MRT

Schnellverkehrssystem mit elektrischen Triebzügen für den Personenverkehr zwischen Bahnhöfen.

MRT: das elektrische Schienennetz-Rückgrat moderner Städte

Ein MRT-System (Mass Rapid Transit) ist ein niveaugetrenntes Stadtbahnnetz, das große Fahrgastmengen schnell und zuverlässig mit elektrischen Zügen befördern soll. Im Unterschied zur konventionellen Nahverkehrsbahn, die sich Trassen teilt und mit gemischten Geschwindigkeiten fährt, nutzt die MRT eigene Korridore: entweder auf Viadukten, auf ebenerdigem Gleisbett mit Privatgrund oder in Tunneln. Die Züge fahren üblicherweise unter Oberleitungen mit 25 kV AC oder 750 V DC oder über Stromschiene, mit Betriebsabständen von 2 bis 10 Minuten in der Spitzenzeit.

Das Kernstück ist die Electric Multiple Unit (EMU): selbstangetriebene Zuggarnituren, bei denen jeder oder die meisten Wagen Fahrmotoren haben und keine separate Lokomotive nötig ist. Eine typische MRT-EMU fährt mit 4 bis 10 Wagen, befördert je nach Ausführung und Auslastungsannahmen 800 bis 2.500 Fahrgäste pro Zug und erreicht Betriebsgeschwindigkeiten von 80 bis 100 km/h. Beschleunigung und Bremsungen werden elektronisch gesteuert; moderne Systeme nutzen Rekuperationsbremsen, um während des Verzögerns elektrische Energie ins Netz zurückzuspeisen.

Netzstruktur und Betrieb

MRT-Systeme fahren nach festem, veröffentlichtem Fahrplan und bedienen definierte Stationen im Abstand von 800 bis 1.200 Metern in der Innenstadt, mit größeren Abständen in den Außenbereichen. Die Sicherung ist vollautomatisch oder halbautomatisch; die Niveautrennung entfällt auf Straßenquerungen, was Haltezeiten und Unfallrisiko senkt. Die tägliche Fahrtleistung je Fahrzeug liegt üblicherweise bei 200 bis 250 Kilometer. Wartungsbetriebe sitzen an Linienenden oder im Mittelpunkt, Großuntersuchungen finden alle 3 bis 5 Jahre oder nach 500.000 bis 1 Million Kilometer Betriebsleistung statt.

Wichtige Betriebsprobleme sind Verschleiß an Oberleitungen und Stromschiene in Hochlastbereichen, Flachstellen an Rädern durch wiederholte Notbremsungen und Fahrplanüberschneidungen bei Wartungsfenstern. In Winterklimaten führen Eisablagerungen auf freiliegenden Strecken und verminderte Bodenhaftung dazu, dass in manchen Netzen Streusand oder beheizte Schienen nötig sind. Fahrgastgedränge in Stoßzeiten konzentriert den Verschleiß auf Türmechanismen und Griffe.

Der Begriff ist vor allem in Ostasien und Südostasien gebräuchlich geworden, besonders in Singapur, Hongkong und Taiwan, wo er Systeme beschreibt, die funktional europäischen U-Bahnen oder Metronetzen entsprechen. In Nordamerika heißen ähnliche Systeme metros, subways oder rapid-transit lines. Die Betonung von "mass" spiegelt das Design für hohe Fahrgastdurchsätze wider, nicht eine bestimmte technische Schwelle; die London Underground und die Tokyo Metro arbeiten nach diesem Betriebsprinzip, obwohl sie historisch anders benannt wurden.

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