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Metallbearbeitung

schleifen

Englisch: grind

Material durch Reiben mit einer Schleiffläche abtragen.

Schleifen: Metall mit rotierenden Schleifrädern bearbeiten

Beim Schleifen wird Material von einem Werkstück mittels rotierender Scheibe oder eines Bandes entfernt, das mit Schleifkörnern, typischerweise Aluminiumoxid oder Siliziumkarbid, beschichtet ist und in einer Keramikmatrix gebunden ist. Die Schleifkörner zerspanen die Metalloberfläche bei hoher Geschwindigkeit und erzeugen dabei Wärme und feine Späne. Eine Schleifmaschine hält das Werkstück mit präziser Kontrolle gegen dieses Rad, wobei ebene Flächen, zylindrische Formen oder scharfe Kanten entstehen, je nach Radprofil und Aufbau.

Das Schleifrad selbst gibt es in vielen Ausführungen. Schleifböcke haben zwei starre Räder, üblicherweise 150 bis 250 Millimeter Durchmesser, die auf einer Welle für allgemeine Werkstattbearbeitung und Werkzeugschärfung montiert sind. Flachschleifer nutzen ein großes ebenes Rad, das gegen einen Magnetspannblock läuft, der ferromagnetische Teile hält. Rundschleifer spannen das Werkstück zwischen Spitzen ein und fahren es über ein rotierendes Rad, um parallele Wellen zu erzeugen. Winkelschleifer sind tragbare Werkzeuge mit 100 bis 180 Millimeter Rädern und werden häufig zum Trennen und Vorschleifen vor Ort verwendet. Bandschleifer ermöglichen mehr Kontrolle als Räder für feine Oberflächenbearbeitung.

Körnung, Bindungsfestigkeit und Radhärte bestimmen, wie aggressiv der Schleifer spannt und wie lange das Rad hält, bevor es abstumpft. Grobe Körnungen (24 bis 60) tragen Material schnell ab, hinterlassen aber eine raue Oberfläche; feine Körnungen (120 bis 400) erzeugen glattere Flächen, schneiden aber langsamer und verstopfen leichter, wenn das Metall weich oder zäh ist. Kühlmittel oder Schneidflüssigkeit müssen oft aufgetragen werden, um zu verhindern, dass sich das Werkstück überhitzt und an Härte verliert, und um Metallfeine wegzuspülen, die sonst die Schleifoberfläche blockieren würden.

Verschlacken tritt auf, wenn sich das Schleifrad mit Metallpartikeln beladen hat und nicht mehr effizient schneidet, was eine Radabrichtung erfordert, um die Schneidfläche wiederherzustellen. Verbrennen geschieht, wenn übermäßige Hitze das Metall erweicht oder seine Mikrostruktur verändert und eine verfärbte, spröde Zone hinterlässt. Rundlaufabweichungen oder geringe Maschinensteifigkeit verursachen Vibrationen und Rattern, die das Werkstück mit einer welligen Oberfläche markieren. Das Berühren des laufenden Rades oder das Erfassenwerden lockerer Kleidung darin führt zu schweren Verletzungen.

Der Begriff «Schleifen» stammt aus dem Altenglischen und bezieht sich auf die Zerkleinerungswirkung von Getreide zwischen Mühlsteinen, eine optische Parallele dazu, wie Schleifkörner Metall pulverisieren. In der Werkstatt unterscheidet sich Schleifen von Fräsen oder Drehen, weil die Schleifwirkung grundlegend anders ist als die Zerspanwirkung eines Schneidwerkzeugs. Ein erfahrener Schleifer beurteilt die Oberflächengüte und Genauigkeit nach Gefühl und Klang und erkennt das Rauschen eines scharfen Rades vom Kreischen eines stumpfen.

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