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Kfz-Technik

Bodenfreiheit

Englisch: ground clearance

Der gemessene Abstand zwischen einer ebenen Fläche und dem tiefsten Punkt (außer Reifen oder Äquivalentem) der Fahrzeugunterseite über dieser Fläche.

Bodenfreiheit: wie hoch dein Unterboden sitzt

Bodenfreiheit ist der vertikale Abstand vom Boden zum tiefsten feststehenden Punkt des Unterbodens eines Fahrzeugs, wenn es auf ebener Fläche parkt. Diese Messung schließt Reifen aus und umfasst alles andere darunter: Ölwanne, Getriebegehäuse, Abgasanlage, Fahrwerkskomponenten und alle Schutzbleche. Eine typische Limousine hat 13 bis 15 cm Bodenfreiheit; ein SUV oder Laster hat 20 bis 30 cm; ein Sportwagen nur etwa 10 cm.

Der tiefste Punkt ist bei den meisten Fahrzeugen die Ölwanne, kann aber bei manchen Modellen das Getriebe, ein Kraftstofftankhalter oder ein Hitzeschutzschild sein. Hersteller messen dies auf ebener Fläche, und der Wert, den sie angeben, stellt die statische Bodenfreiheit dar, wenn das Fahrzeug in Ruhe ist, den Kraftstofftank voll und keine Insassen an Bord sind. Die tatsächliche Bodenfreiheit variiert je nach Ladung und Zustand des Fahrwerks leicht.

Wo Bodenfreiheit praktisch wichtig ist

Bodenfreiheit bestimmt, welches Gelände ein Fahrzeug ohne Beschädigungen bewältigen kann. Hohe Bodenfreiheit ist auf schlechten Straßen, beim Durchfahren von Flussfurten, auf Schotterwegen und bei Bodenschwellen unverzichtbar. Geringe Bodenfreiheit führt zu stärkerem Federungsweg und Aufschlagen bei Hindernissen; hohe Bodenfreiheit ermöglicht längeren Federungsweg und bessere Anfahrts- und Abfahrtswinkel. Fahrzeuge für Offroad-Einsatz haben üblicherweise 25 cm oder mehr. Stadtautos und Sportwagen mit aggressiver Fahrzeuggeometrie kämpfen auf schecht unterhaltenen Straßen, Auffahrten und steilen Rampen.

Bodenfreiheit beeinflusst auch Kipprisiko und Schwerpunktlage. Ein Fahrzeug mit 30 cm Bodenfreiheit sitzt insgesamt höher, was die Masse nach oben verschiebt. Deshalb verhält sich derselbe Radstand und dieselbe Spurweite bei einem angehobenen Laster anders als bei einer tiefergelegten Limousine. Hersteller und Konstrukteure wägen Bodenfreiheit gegen Stabilität, Kraftstoffverbrauch (niedriger ist aerodynamischer) und Fahrkomfort (niedriger ist steifer) ab.

Der Begriff stammt direkt aus dem Messvorgehen: Man legt eine ebene Richtlatte über den Boden neben dem Fahrzeug und misst nach oben bis zum Hindernis. In technischen Unterlagen wird Bodenfreiheit manchmal in vordere Überhangsfreiheit und hintere Überhangsfreiheit unterteilt, um Rampen und Hindernisse zu berücksichtigen, die die Stoßstange oder Anhängerkupplung erfassen können, bevor der Karosserie der Boden berührt.

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