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Industrieelektronik

Hartverdrahtung

Englisch: hard-wire

Komponenten durch permanente elektrische Leitungen verbinden.

Fest verdrahtet: dauerhafte elektrische Verbindung ohne Schaltmöglichkeit

Fest verdrahten bedeutet, elektrische Bauteile durch eine feste Verdrahtung miteinander zu verbinden, die sich nicht einfach ändern oder unterbrechen lässt. Sind zwei Geräte erst einmal fest verdrahtet, bilden sie einen permanenten Stromkreis; der Strom fließt zwischen ihnen, ohne dass eine Unterbrechung durch Schalter, Relais oder Stecker möglich ist. Die Alternative ist die flexible Verdrahtung, bei der Anschlüsse über Klemmleisten, Steckverbindungen oder Schaltlogik erfolgen.

Fest verdrahtet wird vor allem in Schaltschränken, Maschinengestellen und Industrieanlagen eingebaut, wo die Schaltungskonfiguration nicht mehr verändert wird. Ein Pumpenmotor, der fest an einen Schaltschrank angeschlossen ist und immer dann läuft, wenn dieser 480V Drehstrom erhält, läuft ohne einen zwischengeschalteten Schalter; eine Alarmglocke, die fest mit einem Sensor verdrahtet ist, ertönt jedes Mal, wenn dieser Sensor auslöst. Die Leitungen werden in der Regel in Rohren, auf Kabeltrassen oder in direkten, mit Schellen und Befestigungsmitteln gesicherten Führungen verlegt.

Wann fest verdrahten sinnvoll ist

Fest verdrahtete Systeme haben weniger Fehlerquellen. Es gibt keine Stecker, die korrodieren können, keine Steckerverbindungen, die sich lockern, und keine Relaiskontakte, die verschleißen. Für Geräte, die immer identisch arbeiten müssen und keine Variationen in der Logik erlauben, macht fest verdrahten die Komplexität von speicherprogrammierbaren Steuerungen oder externen Schaltkreisen überflüssig. Es vereinfacht auch die Zertifizierung und Dokumentation: der Stromkreis ist buchstäblich das, was man sieht.

Der Nachteil liegt in der mangelnden Flexibilität. Ändert sich ein Fertigungsprozess und das Gerät muss sich anders verhalten, müssen fest verdrahtete Stromkreise physisch umgebaut werden. Das macht fest verdrahten ungeeignet für Systeme, die regelmäßig neu konfiguriert werden müssen. In der modernen Industriepraxis beschränkt sich fest verdrahten daher auf Sicherheitsverriegelungen, Notausstops und andere Funktionen, die über die gesamte Lebensdauer des Geräts unverändert bleiben müssen.

Der Begriff wird auch in Software und Programmierung übertragen, um Werte oder Verhaltensweisen zu beschreiben, die im Code festgelegt sind statt konfigurierbar zu sein; in der Industrieelektronik bezieht sich das Wort jedoch immer auf tatsächliche Leitungen.

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