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Industrieelektronik

SIMM

Abkürzung für Single in-line memory module.

SIMM: Speicherriegel, der seitlich eingesteckt wird

Ein SIMM ist eine schmale Leiterplatte mit mehreren DRAM-Chips, die senkrecht in eine Fassung auf dem Motherboard gesteckt wird. Die Platte ist üblicherweise etwa 4,25 Zoll lang und 1 Zoll hoch, mit Kontaktstiften oder einem Metallkantenstecker an der Unterseite. SIMMs waren von den späten 1980er Jahren bis in die späten 1990er Jahre der Standard zur Speichererweiterung von Computern, bis sie durch DIMMs (Dual In-Line Module) verdrängt wurden.

Der Hauptunterschied zwischen einem SIMM und dem älteren SIP-Speicher (Single In-Line Package) war die Ausrichtung: SIMMs wurden senkrecht zur Platine montiert statt parallel, was horizontalen Platz sparte. Dies ermöglichte es Herstellern, mehrere SIMMs auf kompaktem Raum zu stapeln. Frühe SIMMs verwendeten 30-polige Stecker und speicherten 256 Kilobyte bis 4 Megabyte pro Riegel. Später erreichten 72-polige SIMMs 32 oder 64 Megabyte. Die Kontaktfinger waren normalerweise vergoldet, um Korrosion zu verhindern und zuverlässige Steck- und Entnahmevorgänge zu gewährleisten.

SIMMs mussten auf vielen 486- und frühen Pentium-Boards paarweise installiert werden, um die volle Bandbreite zu erreichen; ein einzelner SIMM lief mit halber Geschwindigkeit. Diese Paarungsanforderung galt nur für 32-Bit-Architekturen; 64-Bit-Systeme wie die DEC Alpha hatten diese Einschränkung nicht. Die Installation bedeutete, den Riegel in einem leichten Winkel fest in die Fassung zu drücken, bis die Halteclips an jedem Ende einrasteten, dann das Modul senkrecht auszurichten. Falsches Einrasten war das häufigste Ausfallfeld und verursachte Startpieptöne oder zufällige Abstürze.

Handling und Zuverlässigsprobleme konzentrierten sich auf elektrostatische Entladung und thermisches Zyklisieren. Die DRAMs auf SIMMs waren während der Installation anfällig für elektrostatische Beschädigungen, besonders in trockenen Umgebungen. Nach dem Einbau lockerten thermische Belastungen durch wiederholtes Ein- und Ausschalten die Verbindungen allmählich; Wiedereinbau war ein Standard-Fehlerbehebungsschritt dieser Ära. Kontaktkorrosion beschleunigte sich in feuchten Bedingungen und verursachte allmähliche Datenfehler. Die meisten Ausfälle zeigten sich als vollständige Nichtinerkennung statt weicher Fehler, da ein einzelner defekter Chip das gesamte Modul unlesbar machte.

Der Begriff SIMM fiel nach 2002 aus dem aktiven Gebrauch, als DIMMs universell wurden. DIMMs wurden horizontal statt vertikal montiert und erforderten keine Paarung, was die Systemkonstruktion vereinfachte. Allerdings sind SIMMs noch in Industriesteuerungssystemen, eingebetteten Geräten und militärischer Altausrüstung aus den 1990er Jahren vorhanden. Techniker, die diese Systeme warten, treffen immer noch auf SIMMs und müssen kompatible Module lagern, da Speicher in modernen Boards üblicherweise direkt gelötet ist und nicht aufgerüstet werden kann.

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