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Industrieelektronik

LPR

Abkürzung für Line Printer, ein Drucker für Endlospapier.

LPR: das Arbeitstier der Industrie, das schnell breites Papier bedruckt

Ein LPR oder Line Printer ist ein Nadeldrucker, der Text und Grafiken zeilenweise auf breites Papier ausgibt, typischerweise 14 bis 15 Zoll breit. Anders als zeichenweise arbeitende Drucker schlägt der LPR eine ganze Reihe von Nadeln oder Drucktypen in einer einzigen mechanischen Aktion gegen das Papier und springt dann zur nächsten Zeile. Dieses Design machte ihn vom Beginn der 1960er Jahre bis in die frühen 2000er Jahre zum führenden Ausgabegerät für industrielle Steuerungssysteme, Fabrikberichte und von Großrechnern gesteuerte Fertigungsbetriebe.

Die Mechanik unterscheidet sich je nach Bauart. Trommeldrucker wickeln Drucktypen um einen rotierenden Zylinder; Banddrucker nutzen ein Stahlband mit geprägten Zeichen; und Nadel-Zeilendrucker zünden mehrere vertikale Nadelreihen, um Zeichen aus Punkten aufzubauen. Alle arbeiten mit Schlagkraft: eine Hammerstange drückt das Papier und das Farbband gegen die Druckoberfläche mit präzise 100 bis 600 Zeilen pro Minute, je nach Modell. Das Geräusch ist erheblich, oft über 85 Dezibel in einer industriellen Umgebung.

Warum dies auf dem Fabrikgelände zählt

Ein LPR war unverzichtbar für die Echtzeitproduktionsprotokollierung, Schichtberichte und Maschinendiagnose. Der Drucker konnte mit schnellen Datenströmen von industriellen Reglern mithalten und meisterte die durchgehende Papierdurchsatzrate, die bei großvolumigen Fertigungsläufen erforderlich war. Mehrlagiges Kohlepapier oder kohlebeschichtetes Papier ermöglichte gleichzeitige Kopien ohne zusätzliche Durchläufe. LPRs vertrugen elektrisches Rauschen, Temperaturschwankungen und Vibrationen, die Tinten- oder Thermodrucker lahmlegen würden.

Ausfallmuster sind vorhersehbar: Verschleiß im Hammermechanismus führt zu ungleichmäßigem Schlagdruck und schwachen Zeichen; Fehler beim Farbbandförderer stoppen den Vorschub und erzeugen Überdrucke; und Papierwegeobstruktionen durch Verschmutzung oder Farbbandfasern verursachen Blockaden des Mechanismus. Die Wartung umfasste regelmäßige Farbbandwechsel, Hammerwechsel alle 500 bis 1000 Betriebsstunden sowie Reinigung von Papierstaub und Ölrückständen aus dem Zeichensatz.

Die meisten LPRs wurden stillgelegt und durch vernetzte Laserdrucker oder direkte digitale Archivierung ersetzt, aber mehrere Tausend laufen noch in Fabriken mit älteren Steuerungssystemen und wo breite, endlose Papierprotokolle für Compliance oder Audit-Trails erforderlich sind. Originalersatzteile sind selten; Betriebe unterhalten oft eine funktionsfähige Einheit als Teilespender für andere.

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