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Landtechnik

Heuwerbmaschine

Englisch: haymaker

Eine Person oder Maschine, die hohes Gras für die Verwendung als Tierfutter erntet oder aufbereitet.

Heuwender: Maschine, die Gras schneidet und für die Lagerung aufbereitet

Ein Heuwender ist ein an einem Traktor angebautes oder gezogenes Gerät, das stehendes Gras schneidet und es gleichzeitig aufbereitet, um den Trocknungsprozess vor dem Pressen zu beschleunigen. Der Begriff bezieht sich ursprünglich auf den Arbeiter, der diese Aufgabe von Hand verrichtete, beschreibt aber in der modernen Landwirtschaft die Maschine, die diese Arbeit ersetzt und erheblich schneller ausführt. Das Gerät verbindet typischerweise einen Schneidmechanismus mit Walzen oder Riemen, die die geschnittenen Halme quetschen oder biegen und so die wachsartige Kutikula aufbrechen, die den Feuchtigkeitsverlust verlangsamt.

Die meisten Heuwender nutzen Fingermähwerke oder Scheibenabschnittswerke, um das Gras auf eine einheitliche Höhe von 25 bis 50 Millimetern zu schneiden. Danach läuft das Schnittgut durch ein Paar Stahlwalzen, die eng genug eingestellt sind, um die Halme zu knicken, ohne sie zu Staub zu zermahlen. Einige Ausführungen verwenden sich ineinander greifende gerillte Walzen, andere ein Riemensystem. Die Aufbereitung ist wesentlich, denn unaufbereitetes Heu kann bei gutem Wetter 5 bis 7 Tage zum Trocknen brauchen, während aufbereitetes Heu bereits nach 2 bis 3 Tagen baleierfertig ist. Das hat unmittelbare Auswirkungen auf Ertrag und Qualität: Je länger das geschnittene Gras auf dem Feld liegt, desto größer sind die Verluste durch Blattfall, Wetterschäden und Nährstoffabbau.

Bauarten und Anwendung

Ein echter Heuwender unterscheidet sich von einem Mäher, der zwar schneidet, aber nicht aufbereitet, wobei Hersteller häufig beide Funktionen in einem Arbeitsgang kombinieren. Es gibt auch spezialisierte Aufbereitungsmaschinen als separate Geräte, die hinter einem separaten Mäher arbeiten. Die meisten Heuwender sind 1,5 bis 3,0 Meter breit und werden bei Fahrgeschwindigkeiten von 8 bis 12 Kilometern pro Stunde gezogen. Ein Traktor von 40 bis 100 PS ist erforderlich, abhängig von Bestandsdichte und Feuchte.

Die Hauptschwachstelle ist Verstopfung: Nasses oder besonders dichtes Aufwuchs kann die Walzen oder den Auswurfkanal verstopfen, wenn der Fahrer nicht bremst oder die Schnittbreite reduziert. Der Walzenverschleiß verläuft kontinuierlich und vorhersehbar; Ersatzbuchsen und Walzen sind Standardersatzteile. Die Aufbereitungswirkung ist schonender als der Schock durch Häckslung, weshalb Heuwender längere Faserlängen und besser strukturiertes Futter erzeugen als Maschinen, die hauptsächlich für Geschwindigkeit oder Verdichtung ausgelegt sind.

In Regionen mit zuverlässiger Sommerwitterung und großen Rinder- oder Milchviehbetrieben wurden Heuwender ab den 1960er Jahren zum Standard. Sie bleiben zentral für die Grünlandwirtschaft in Europa und Nordamerika, allerdings werden sie in Trockenklimaten seltener eingesetzt, wo Heu zu schnell trocknet, um von einer Aufbereitung zu profitieren, oder in sehr kleinen Betrieben, wo die Arbeitskosteneinsparung und der Platzbedarf die Kapitalinvestition nicht rechtfertigen.

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