austopfen
Englisch: pot out
Eine Topfpflanze aus ihrem Gefäß entnehmen und in den Garten pflanzen.
Auspflanzen: Verpflanzen aus dem Topf ins Freiland
Auspflanzen bedeutet, eine junge Pflanze aus ihrem Anzuchttopf zu nehmen und direkt ins Gartenland oder in einen größeren Behälter zu setzen. Dies ist ein kritischer Schritt bei der Vermehrung und Feldvorbereitung, üblicherweise durchgeführt, wenn die Pflanze genug Wurzelmasse und Blattfläche entwickelt hat, um einen Verpflanzungsschock zu überstehen, normalerweise 4 bis 8 Wochen nach der Keimung je nach Art.
Der richtige Zeitpunkt zum Auspflanzen hängt von der Kultur und den Wachstumsbedingungen ab. Sämlinge werden auspflanzt, wenn sie ihre ersten echten Blätter und ein sichtbares Wurzelsystem entwickelt haben, nicht nur die Keimblätter. Bei Gemüsesorten wie Tomaten, Paprika und Kreuzblütlern geschieht dies im Zwei- bis Vierblatt-Stadium. Die Zellwände der Pflanze sind zu diesem Zeitpunkt ausreichend gehärtet, um Handling und die Belastung durch Bodenkontakt zu ertragen. Zu frühes Auspflanzen riskiert Wurzelschäden und Krankheiten; verzögertes Auspflanzen führt zu durchwurzelten Sämlingen, die sich nie vollständig erholen.
Der Vorgang selbst umfasst das sanfte Entnehmen der Pflanze und ihres Wurzelballens aus dem Anzuchttopf, was durch Umstülpen des Topfes geschieht, wobei der Stängel zwischen zwei Fingern gestützt wird, und man auf die Topfunterseite klopft. Die Pflanze wird dann in ein vorbereitetes Loch in der gleichen Tiefe wie im Topf gesetzt, der Boden rundherum angedrückt und sofort gewässert. Die Tiefe ist wichtig: zu tiefes Pflanzen fördert Stängelfäule, zu flaches Pflanzen lässt Wurzeln freiliegen.
Varianten und Bedingungen
Großflächig arbeitende Gemüse- und Zierpflanzenbetriebe pflanzen Sämlinge zunächst in Einzelzellen oder Module auf Stecklingsplatten aus, bevor sie ins Feld kommen, eine Praxis, die manchmal "Weitertopfen" genannt wird, wenn man zuerst in größere Behälter umzieht. Das direkte Auspflanzen ins Freiland ist bei kleineren Betrieben und bei Kulturen mit hoher Verpflanzungstoleranz üblich. Abhärten, die schrittweise Gewöhnung an Außenbedingungen über 7 bis 10 Tage vor dem Auspflanzen, verbessert die Überlebensrate und Vitalität erheblich.
Der Begriff gehört zu einer Familie von Topfvorgängen: Eintopfen (Umzug in einen größeren Topf), Weitertopfen (Umzug in einen noch größeren Topf) und Auspflanzen (endgültige Platzierung im Garten oder Feld). Verwechslungen entstehen, weil die regionalen Gebräuche unterschiedlich sind; in manchen britischen Kontexten kann Auspflanzen das erste Topfen in Einzelbehälter bedeuten. Der Name spiegelt die Bewegung vom Topf ins Freiland wider, wo die junge Pflanze sich unter unkontrollierten Bedingungen etablieren muss.