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Fertigung

Trübung

Englisch: haze

Jede Substanz, die Trübheit in Bier oder Wein verursacht.

Trübung: unerwünschte Eintrübung, die die Klarheit von Fertigbier ruiniert

Trübung ist sichtbare Turbidität in Bier oder Wein, eine Suspension feiner Partikel, die eine eigentlich klare oder durchscheinende Flüssigkeit eintrübt. Diese Partikel streuen Licht und erzeugen die charakteristische Eintrübung, die entweder auf einen Verfahrensfehler oder ein Stabilitätsproblem hindeutet. Während einige Bierstile Trübung von Haus aus tolerieren, müssen die meisten handelsüblichen Biere und Weine strenge Klarheitsstandards erfüllen, und Trübung führt häufig zur Ablehnung an den Qualitätskontrollpunkten oder beim Fertigprodukt.

Die Partikel, die Trübung verursachen, stammen aus verschiedenen Quellen. Protein-Polysaccharid-Komplexe bilden sich während der Gärung und beim Abkühlen, besonders wenn der Maische-pH oder die Kochtemperaturen nicht eng kontrolliert werden. Stärkepartikel können zurückbleiben, wenn der Getreidesatz zu hoch war oder die Maische unvollständig abgelöst wurde. Hefezellen selbst können vorübergehende Trübung verursachen, wenn sie nicht vollständig ausflocken. Oxidierte Tannine und oxidierte Hopfenverbindungen erzeugen Kältetrübung, die beim Abkühlen auftritt, aber bei Erwärmung wieder verschwinden kann. Metallionen wie Eisen oder Kupfer, selbst in Konzentrationen im Milliardstelbereich, beschleunigen Oxidation und Trübungsbildung.

Kältetrübung und permanente Trübung

Kältetrübung tritt unter 10 Grad Celsius auf und verschwindet, wenn das Bier warm wird; sie wird durch Tannin-Polyphenol-Komplexe verursacht, die in der Kälte ausfallen. Brauer können Kältetrübung testen, indem sie eine Probe fast bis zum Gefrierpunkt abkühlen und untersuchen. Permanente Trübung dagegen verschwindet beim Erwärmen nicht und deutet auf kolloidale Instabilität, mikrobielle Infektion oder irreversible Partikelbildung hin. Beide schädigen die Haltbarkeit und das Markenimage, aber nur permanente Trübung signalisiert einen grundlegenden Qualitätsmangel.

Die Prävention hängt von der Ursache ab. Richtige Maischtemperaturen (63 bis 70 Grad Celsius für die meisten einfachen Aufgüsse) und Ablösen mit leicht angesäuertem Wasser reduzieren Protein- und Stärketransfer. Lange Kochzeiten und intensive Whirlpool-Arbeit lassen schwerere Partikel vor dem Abkühlen absetzen. Rasches Abkühlen durch die Trubschicht und Lagerung bei kalten Temperaturen für 24 bis 48 Stunden vor dem Abfüllen ermöglichen es Proteinen und Tanninen, auszufallen. Zusatzstoffe wie Isinglas (Kollagen aus Fischblasen) oder Erbsenprotein können feine Partikel binden und das Absetzen beschleunigen. Bei Weinen erfüllen Bentonit-Ton oder Gelatine den gleichen Zweck.

Die Messung von Trübung ist Routine in Qualitätslaboren. Nephelometrie und Turbidimetrie quantifizieren Eintrübung in nephelometrischen Trübungseinheiten oder Formatin-Trübungseinheiten (FTU). Ein Wert über 1 FTU gilt typischerweise nach Bierstandards als trüb; Weine können je nach Sorte etwas höhere Werte tolerieren. Spektrophotometrie bei einer Wellenlänge von 430 nm wird ebenfalls verwendet. Die Wahl der Testmethode ist wichtig, da die Größenverteilungen der suspendierten Partikel stark variieren und einige Methoden feinere Partikel erfassen als andere.

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