Hechel
Englisch: heck
Vorrichtung zum Trennen der Kettfäden in Gruppen beim Aufwickeln auf die Spule von der Spindel in einer Spulmaschine.
Hechel: Kettfaden-Ordner in Textilmühlen
Eine Hechel ist ein Gestell oder Stab-Set, das auf einer Kettstuhl-Maschine montiert wird und parallel laufende Fäden beim Aufwickeln auf eine Rolle in distinct Gruppen verteilt und trennt. Die Fäden kommen von mehreren Spulen als verworrene Masse an und die Hechel teilt sie in ordnungsgemäße Sätze ein, verhindert Verwicklungen und sorgt für gleichmäßige Spannung über die gesamte Kette. Ohne sie würden hunderte feiner Filamente sich zu unnützen Knoten zusammenbinden.
Die Hechel besteht typischerweise aus einer Reihe von vertikalen oder angewinkelten Stäben, Nägeln oder Pfosten, die im Abstand der beabsichtigten Kettenbreite und der Anzahl der Fäden angebracht sind, die diese Breite einnehmen sollen. Während der Faden durchläuft, findet jeder Strang seinen eigenen Kanal zwischen den Stäben. Der Abstand muss präzise sein; zu eng und die Spannung wird ungleichmäßig, zu lose und die Fäden driften ab und kreuzen sich. Üblicher Abstand in Baumwollmühlen liegt bei etwa einem Faden pro Viertel-Zoll, während Kammgarn- und Seidenbetriebe feinere Abstände verwenden.
Der Begriff stammt von der repetitiven Bewegung der Kettfäden, die hin und her durch die Stäbe laufen, was der Hechelbewegung ähnelt, der Kämmwirkung, die zum Geraderichten von Leinen- oder Hanffasern verwendet wird. Frühe Textilarbeiter erkannten diese parallele Wirkung und lehnten sich den Namen.
Eine Hechel sitzt früh in der Kettkette, unmittelbar nachdem der Faden die Spulengestelle verlässt und vor der Rolle. Einige Maschinen verwenden eine einfache Fest-Hechel mit starren Stäben; andere haben Abschnitt-Hecheln, die verbreitert oder verengt werden können, um unterschiedliche Kettenbreiten zu ermöglichen. Schlecht gewartete Hecheln mit verbogenen oder abgenutzten Stäben verursachen Fadenbuch, ungleichmäßige Spannung und Webstuhllabstände weiter unten.