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Bergbau und Gewinnung

Streb

Englisch: hitch

Ein in die Stollenwand geschlagenes Loch, auf dem Holzstempel abgestützt werden.

Hitch: eine tragfähige Kerbe in der Grubenlaibung

Eine Hitch ist eine rechteckige Nische oder Kerbe, die waagerecht in die Seitenwand eines Grubenstollens geschnitten wird, typischerweise in Schulterhöhe oder darüber. Sie dient der Abstützung von Enden von Holzstempeln, Ausbauholz oder anderen Traggliedern. Die Kerbe funktioniert als Auflagerpunkt, auf dem Hölzer sicher aufliegen, ohne zusätzliche Befestigung zu benötigen, und reduziert die erforderliche Holzlänge zum Überbrücken des Stollens.

Hitches werden mit Handwerkzeugen oder in modernen Betrieben mit pneumatischen Meißeln oder kleinen Sprengladungen in das Gestein oder die Kohlebank geschnitten. Die Tiefe beträgt üblicherweise 10 bis 20 cm und wird auf beiden Seiten des Stollens geschnitten, um symmetrische Abstützung zu bieten. Sie werden in regelmäßigen Abständen angebracht, oft 1 bis 1,5 m übereinander, je nach Stollenhohe und Last, die das Holz tragen muss. In weichem Untergrund oder Kohlenflözen lassen sich Hitches verhältnismäßig leicht herrichten; in harten Gesteinen erfordern sie erheblich mehr Aufwand und Werkzeugverschleiß.

Die Hauptfunktion besteht darin, den Holzverbrauch und die Arbeitskosten zu senken und zugleich die Dachsicherheit zu gewährleisten. Durch das Einlegen von Holzenden in Hitches statt sie nur auf dem Stollengrund oder gegen gegenüberliegende Wände abzustützen, können breitere Stollen mit kürzeren und günstigeren Materialien überbrückt werden. Diese Praxis war besonders wichtig in Kohle- und Hartgesteinsgruben, wo Holz das Hauptabstützmittel war, bevor stahlerne Rahmen und Ankersysteme weit verbreitet wurden. Hitches halten Hölzer zudem erhöht und fern von stehendem Wasser, was ihre Lebensdauer verlängert.

Hitches sind im modernen Bergbau weniger verbreitet, wo stählerne Rahmen, Felsbohranker und Spritzbeton die Standardabstützung darstellen. Sie bleiben jedoch relevant in flachen oder älteren Abbaufeldern, im Klein- oder Kleinbergbau sowie in Fachliteratur und bei Sanierungsarbeiten. Der Begriff kommt auch im Steinbruchbetrieb vor, wo ähnliche Kerben zur Abstützung temporärer Konstruktionen oder Abbaugeräte geschnitten werden.

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