Hook Flash
Englisch: hook flash
Ein Signal, das die Ortsschleife kurzzeitig durch die Gabelschaltung oder einen dedizierten Knopf unterbricht, um Funktionen der öffentlichen Vermittlungsstelle zu steuern.
Hook Flash: kurzer Trennimpuls zur Steuerung der Vermittlung
Ein Hook Flash ist eine kurze Unterbrechung der Telefonleitung, die typischerweise 100 bis 800 Millisekunden andauert und durch Drücken und Loslassen der Hörergatts oder einer dedizierten Flash-Taste erzeugt wird. Das Signal teilt der öffentlichen Telefonvermittlung mit, dass ein Befehl folgt, ohne die Verbindung zu unterbrechen, und ermöglicht dem Teilnehmer Services wie Anklopfen, Anrufwechsel oder Dreierkonferenzen anzufordern. Die Vermittlung erkennt die Unterbrechung des Schleifenstroms und interpretiert sie als Steuerbefehl statt als Auflegen.
Die Timing ist entscheidend. Zu kurz und die Vermittlung erkennt das Signal möglicherweise nicht; zu lang und die Vermittlung behandelt es als echtes Auflegen. Verschiedene Vermittlungen und Regionen haben unterschiedliche Vorgaben, aber 200 bis 400 Millisekunden sind die häufigsten Toleranzwerte. Analoge Telefonsysteme verlassen sich auf dieses Verfahren, weil Sprachweg und Signalisierungsweg denselben elektrischen Kreis bilden. Wenn Sie die Hörergatts während eines aktiven Gesprächs drücken, fällt der Schleifenstrom kurzzeitig auf Null ab, was den von der Vermittlung erkannten Impuls erzeugt.
Varianten und praktische Anwendung
Frühe Telefonhörer erforderten, dass Benutzer die Hörergatts mit dem Finger drückten, während sie den Hörer am Ohr hielten. Moderne Telefone haben eine dedizierte Flash-Taste, gekennzeichnet mit Flash oder Recall, die dieselbe elektrische Funktion bewirkt, ohne die unbequeme physische Geste. Die Flash-Taste öffnet und schließt den Leitungskreis auf kontrollierte Weise. Einige elektronische Vermittlungen und Nebenstellenanlagen ermöglichten einstellbare Flash-Zeiten, um ältere Geräte im Netz zu unterstützen.
Hook Flash wurde mit der breiten Einführung von digitaler Telefonie und tongestützter Signalisierung weniger relevant, bei der DTMF-Töne die Schleifenunterbrechungen für Funktionstastencodes ersetzten. Es bleibt jedoch in älteren Analogvermittlungen und in Regionen im Einsatz, in denen diese Systeme noch vorhanden sind. Der Begriff selbst stammt von der Hörergatts, dem Bügelmechanismus, der die Leitung beim Auflegen unterbricht, und Flash, was die kurze, plötzliche Natur des Signals beschreibt.
Ausfälle entstehen, wenn der Hörergatts- oder Flash-Tastenkontakt korrodiert oder steckt und verhindert, dass der Impuls zuverlässig registriert wird. Vermittlungen, die zu empfindlich sind, können Störungen auf der Leitung als Hook Flash fehlinterpretieren und unerwünschte Trennungen oder Funktionsaktivierungen verursachen. Das Testen von Hook-Flash-Schaltungen erfordert einen Schleifentester oder ein Oszilloskop, um sicherzustellen, dass Impulsdauer und Amplitude den Vorgaben der Vermittlung entsprechen.