Schlag
Englisch: hook
Ein Feld, das zwei Jahre nacheinander bebaut wird.
Hook: ein zweijähriges Ackerbau-Rotationsblock
Ein Hook ist ein Ackerlandstück, das über zwei aufeinanderfolgende Jahreszeiten ständig bewirtschaftet wird, bevor es ruht oder zur Weidewirtschaft übergeht. Es unterscheidet sich von einem einjährigen Feldstück dadurch, dass der Landwirt das gleiche Feld in aufeinanderfolgenden Jahren bewirtschaftet, ohne den Zyklus zu unterbrechen. Das ist charakteristisch für ältere Rotationssysteme, bei denen das Land in feste Blöcke aufgeteilt und nach festgelegten Plänen bewirtschaftet wurde.
Der Begriff erscheint am häufigsten in englischen Agraraufzeichnungen und blieb in der regionalen Praxis bis ins zwanzigste Jahrhundert erhalten. Ein Betrieb konnte unter einer traditionellen Rotation in drei oder vier Hooks aufgeteilt werden: einer mit Getreide (üblicherweise Weizen oder Gerste), einer mit Leguminosen oder Hackfrüchten und ein oder mehrere mit Brache oder Grasland. Durch die zweijährige Bewirtschaftung eines Hooks statt nur eines Jahres konnte der Landwirt den Bodenzustand besser nutzen und die Arbeitsanforderungen über einen längeren Zeitraum verteilen, allerdings auf Kosten einer verzögerten Nährstoffrückgewinnung.
Die Mechanik und Grenzen des Hook-Systems
Die wirtschaftliche Logik des Hooks beruhte darauf, den Anteil der Schwarzbrache in der Rotation zu verringern. Während ein einfaches Dreifelder-System etwa ein Drittel der Flächen jedes Jahr ruhen ließ, komprimierte ein Hook-System mit zwei Jahren Anbau vor der Brache den Bracheanteil und ermöglichte mehr produktives Land. Allerdings litt die Ernte im zweiten Jahr häufig unter Bodenerschöpfung, Schädlingsbefall und Unkrautdruck, wenn das Feld nicht vorher gebracht oder gekalkt oder mit schwerer Mistdüngung behandelt worden war. Die Erträge im zweiten Jahr eines Hooks konnten auf schlechten Böden um 15 bis 25 Prozent unter dem ersten Jahr liegen.
Der Name "Hook" leitet sich wahrscheinlich vom optischen Erscheinungsbild von Feldern ab, die auf Gemeinschafts- oder Streifenland eingeteilt und zugeordnet wurden, wo geschwungene Grenzen jedes Flurstück markierten, doch die Etymologie bleibt unter Agrarhistorikern umstritten. Der Begriff ist heute außerhalb historischer Zusammenhänge und Erhaltungslandwirtschaft größtenteils veraltet und wurde in den neunzehnten und zwanzigsten Jahrhunderten durch kontinuierliche Ackerbau-Rotationen und chemische Bodenvergütung verdrängt.