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Energie und Versorgung

Interlacing

Englisch: interlace

Ein Verfahren zur Verbesserung der Bildqualität eines Videosignals, hauptsächlich bei CRT-Geräten, ohne zusätzliche Bandbreite zu verbrauchen.

Interlace: Aufteilung eines Videobildes zur Halbierung der erforderlichen Bandbreite

Interlace ist ein Videoübertragungsverfahren, das jedes vollständige Bild in zwei Halbbilder aufteilt: eines mit allen ungeraden horizontalen Zeilen, das andere mit allen geraden Zeilen. Diese Halbbilder werden nacheinander mit doppelter Zeilenfrequenz übertragen, sodass der Zuschauer auf seinem Bildschirm ein vollständiges Bild sieht. Bei einem 50-Hz-Sendestandard zeichnet der Empfänger tatsächlich 50 ungerade und 50 gerade Halbbilder pro Sekunde, wodurch die Illusion eines vollständigen 25-Hz-Interlace-Bildes entsteht.

Der Hauptvorteil liegt in der Bandbreiteneffizienz. Ein 576-Zeilen-Interlace-Signal (PAL-Standard) überträgt pro Halbbild halb so viel Daten wie ein progressives 576-Zeilen-Signal bei gleicher Bildfrequenz. Dies machte Interlace unverzichtbar, als Sendekanäle begrenzt waren und die Phosphorpersistenz von Bildröhren die Technik tatsächlich nutzen konnte: Das Leuchten jedes Halbbildes blieb lange genug sichtbar, damit das menschliche Auge bei niedrigeren Bildwiederholfrequenzen als beim progressiven Scan ein flimmerfreies Bild wahrnahm.

Interlace war von den 1930er Jahren an der Sendestandard für Fernsehen, verankert in den Systemen NTSC (525 Zeilen, 59,94 Hz), PAL (625 Zeilen, 50 Hz) und SECAM. Bildschirme und Fernseher mit Bildröhren waren auf dieses Timing ausgelegt; der Elektronenstrahl rasterte naturgemäß erst die ungeraden Zeilen, dann die geraden Zeilen in einem Durchgang über den Bildschirm. Analoge Videobandformate, Composite-Video-Signale und Kabelübertragung basierten alle auf verschachtelten Halbbildern als grundlegende Einheit.

Interlace-Artefakte und moderne Ablehnung

Interlace erzeugt sichtbare Fehler, wenn das Video Bewegung oder feine Details enthält. Ein sich bewegendes Objekt wirkt horizontal gezackt oder gekämmt, weil die ungeraden und geraden Halbbilder zu unterschiedlichen Zeitpunkten aufgenommen wurden. Diagonale Linien und dünne horizontale Muster können flimmern oder Alias-Effekte zeigen. Diese Artefakte wurden inakzeptabel, als Speicher- und Bandbreitenbeschränkungen wegfielen und LCD-, Plasma- und digitale Projektionsdisplays Bildröhren ersetzten, da diese Geräte ein vollständiges progressives Bild benötigen.

Moderne Standards, HDTV, Streaming-Protokolle und Digital Cinema haben Interlace zugunsten von progressivem Scan fast vollständig aufgegeben. Die Umwandlung von verschachteltem Quellenmaterial in progressives Video (Deinterlacing) erfordert Bewegungsschätzung oder Interpolation und ist ein Standard-Postproduktionsschritt in Broadcast-zu-Digital-Workflows. Einige Regionen übertragen noch immer Interlace-Signale aus Gründen der Rückwärtskompatibilität mit älteren Empfängern, aber neue Videoinfrastruktur ist durchgehend progressiv.

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