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Crossovers

Interlace: Vom Gewebe bis zur geteilten Stromversorgung

In der Textilbranche bedeutet Interlace das Verweben von Fäden. In der Stromversorgung meint es etwas ganz anderes: die Aufteilung der Arbeit auf zwei parallele Systeme.

Für die meisten Menschen bedeutet interlace, Dinge zu verflechten oder ineinander zu legen, so wie man die Finger verschränkt oder wie Gewebe aus überkreuzten Kett- und Schussfäden besteht. Das Wort trägt die Bedeutung von sich abwechselnden Fäden in sich, von einer Sache, die regelmäßig über und unter einer anderen verläuft.

In der Energie- und Versorgungstechnik ist ein Interlace eine Schaltanordnung, bei der zwei unabhängige Systeme oder Stromzuführungen in strikter Abwechselung operieren, um eine einzige Funktion zu erfüllen. Das klassische Beispiel ist ein Doppelwechsler-Schaltmechanismus: ein Kontakt schließt, während der andere öffnet, dann öffnet er sich, während der andere schließt, in perfekter Synchronisation. Jeder Stromweg übernimmt die halbe Last in abwechselnden Zyklen. Diese Technik findet sich in Hochspannungsschaltanlagen und bestimmten Relaislogik-Systemen, wo die Aufteilung der Belastung auf zwei parallele Elemente die Lebensdauer verlängern oder Redundanz bieten kann, ohne eine dritte Komponente hinzuzufügen.

Die hier angegebene Video-Definition folgt einer anderen technischen Entwicklungslinie. Fernsehtechniker haben die Webermetapher übernommen, als sie beschreiben, wie ein interlaced Scan ein Bild in zwei Durchläufen malt: ungeradzahlige Scanzeilen beim ersten Durchlauf, geradzahlige Linien beim zweiten. Die Abwechslung ahmt das Muster der textilen Verflechtung nach, obwohl der zugrunde liegende Mechanismus (Strahlablenkung) nichts mit Fäden oder mechanischen Schaltern zu tun hat.

Die gemeinsame Sprache zeigt, wie Ingenieure in verschiedenen Branchen zur gleichen Metapher greifen, wenn sie abwechselnde oder verschachtelte Abläufe beschreiben müssen. Ein Textilarbeiter sieht eine Sache unter einer anderen hindurchgehen. Ein Stromingenieur sieht zwei Stromkreise, die sich abwechseln. Ein Videotechniker sieht zwei Sätze von Linien, die die Lücken des jeweils anderen ausfüllen. Alle drei berufen sich auf das Lateinische lacio, binden oder knüpfen, aber die modernen Bedeutungen in der Industrie haben sich in separate technische Welten aufgespaltet.

The dictionary entry

interlace (noun, energy and utilities)
A technique of improving the picture quality of a video signal primarily on CRT devices without consuming extra bandwidth.

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