Zwischenlage
Englisch: interlayment
Ein Filz-, Metall- oder Membranmaterial zwischen den Schichten von Steilkuppeldächern zur Verbesserung der Wetter- und Wasserableitung der Primärdacheindeckung bei windbewehrtem Niederschlag.
Zwischenlage: das Sicherheitsnetz zwischen Ihrem Dach und Wasserschäden
Die Zwischenlage ist ein Blattmaterial, das horizontal zwischen aufeinanderfolgenden Schichten von Steildacheindeckungen (Neigungen von 4:12 oder steiler) verlegt wird und unter den Hauptschindeln oder Ziegeln sitzt. Ihre Aufgabe ist einfach: Wasser aufzufangen, das bei starkem Windregen oder Schneeschmelze unter die obere Schicht gedrückt wird, und es sicher nach unten und vom Dach abzuleiten, bevor es die Deckschicht erreicht.
Das Material kommt in drei Hauptarten vor. Bitumenpapier, typischerweise 15 lb oder 30 lb asphaltgetränktes Papier, ist die traditionelle Wahl und bleibt bei Asphaltschindeldächern verbreitet. Synthetische Membranen, meist nichtgewebte Polypropylen- oder Polyesterstoffe, bieten bessere Reißfestigkeit und längere Lebensdauer. Metalzwischenlagen kommen seltener vor und werden bei einigen Windlast- oder Metalldachanwendungen eingesetzt. Jeder Typ wird mit Heftklammern oder mechanischen Befestigungen an der Deckschicht oder an der darunterliegenden Schicht befestigt und mindestens 2 Zoll nach Branchenstandards überlappt.
Ihre Position im System
Die Zwischenlage bildet die zweite Verteidigungslinie in der Dachkonstruktion. Die Haupteindeckung (Schindeln, Ziegel oder Metalplatten) leitet die meiste Wasser ab. Die Zwischenlage fängt den Rest auf und leitet ihn zur Traufe weiter, anstatt ihn unter Blendleisten und in die Konstruktion zurückstauen zu lassen. Diese Unterscheidung ist wichtig: Die Zwischenlage ist keine Dampfsperre und dichtet das Dach nicht vollständig ab. Sie ist eine sekundäre Wetterschutzschicht, die die Toleranz der Hauptschicht unter extremen Bedingungen erhöht, besonders während Windereignissen beim Eindecken oder bei Grenzneigungen.
Die Verlegungsqualität bestimmt die Wirksamkeit. Risse, Falten und Lücken machen den Zweck zunichte. Unsachgemäße Überlappung oder Befestigungen zu nah an den Kanten schaffen Kanäle, durch die Wasser seitwärts wandern kann. Bei Flachdächern (unter 4:12) wird die Zwischenlage zunehmend weniger wirksam und wird oft zugunsten vollflächig geklebter oder haftverbundener Systeme weggelassen. Bauordnungen und Herstellerangaben regeln, wo sie erforderlich ist; viele Rechtsgebiete schreiben sie in Windlastzonen oder auf Neigungen über 6:12 vor.
Der Begriff leitet sich von ihrer wörtlichen Position ab: ein Material, das dazwischengelegt wird. Sie wird in der Branche manchmal Unterlage genannt, wobei dieser Begriff allgemeiner für jede Wetterschutzschicht unter der Haupteindeckung steht. Zwischenlage bezeichnet speziell die mittlere Schicht in einer mehrschichtigen Steildachkonstruktion.