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Bergbau und Gewinnung

Klopfstein

Englisch: knockstone

Block, auf dem Erz zerkleinert wird.

Knockstone: Amboss zum manuellen Zerkleinern von Erz

Ein Knockstone ist ein schwerer, flachflächiger Stein- oder Gusseisenblock, der auf einer ergonomischen Arbeitshöhe von etwa 0,8 bis 1,2 Meter über dem Boden aufgestellt ist. Bergleute und Erzaufbereiter schlagen damit rohes Erz mit Hämmern oder Spitzhauen in kleinere, leichter handhabbare Stücke. Er fungiert als stationärer Amboss in den frühen Phasen der Erzaufbereitung, bevor das Material zu Mühlen oder anderen mechanischen Zerkleinerungsgeräten gelangt.

Der Knockstone selbst muss aus hartem, dichtem Material bestehen, das unter wiederholten Schlägen widerstandsfähig gegen Bruch ist. Stein-Knockstones wurden traditionell aus Granit, Basalt oder anderen Eruptivgesteinen mit ausreichender Zähigkeit hergestellt, um Tausende von Hammerschlägen ohne nennenswerten Verschleiß oder Absplitterungen zu überstehen. Industriebetriebe wechselten später zu Gusseisenblöcken, die bessere Einheitlichkeit boten und wirtschaftlicher ausgetauscht werden konnten, wenn sie abgenutzt waren.

Die Arbeitsfläche eines Knockstone misst typischerweise zwischen 0,5 und 1 Meter im Durchmesser. Das Erz wird auf die Fläche gelegt und mit einem 2 bis 4 Kilogramm schweren Hammer oder einem spitzen, spitzhauenähnlichen Werkzeug, genannt Pickaroon, geschlagen. Dies bricht das Erz entlang von Kornlinien und natürlichen Rissen auf. Ziel ist es, das Erz auf Stücke von 5 bis 15 Zentimetern Größe zu reduzieren, je nach nachgelagertem Prozess. Feinere Handbearbeitung kann an sekundären Knockstones stattfinden.

Warum Knockstones wichtig sind

Das Handzerkleinern am Knockstone entfernte Abraum, Ton und verwittertes Material, bevor das Erz in teure mechanische Brecher gelangte. Dies verbesserte die Wirtschaftlichkeit von Klein- und Mittelbetrieben. In Hartgesteinsbergbau (Kupfer, Zinn, Blei, Gold) ermöglichten diese Sortierung und vorbereitende Größenreduzierung Einsparungen bei den Mühlenkosten und gewannen Erz zurück, das sonst bei gröberem Mahlen verloren gehen könnte. Die Praxis war standard in europäischen und kolonialen Bergwerken vom 19. Jahrhundert bis ins 20. Jahrhundert hinein.

Der Begriff stammt direkt von der Aktion: Erz wurde auf dem Stein geschlagen. Knockstones erscheinen in Bergbauakten und Ausrüstungslisten ab dem 16. Jahrhundert. Sie wurden oft in der Nähe von Schächten oder am Mundloch von unterirdischen Arbeitsräumen aufgestellt, und die Arbeit wurde in kommerziellen Betrieben häufig Frauen und Kindern zugewiesen, da sie Kraft erforderte, aber keine spezialisierten Fähigkeiten. Moderne automatisierte Brecher haben Hand-Knockstones in den meisten industriellen Kontexten verdrängt, obwohl das Werkzeug in Klein- und Handwerksbetrieben in Entwicklungsregionen weiterlebt.

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