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Bergbau und Gewinnung

Lapillistein

Englisch: lapillistone

Pyroklastisches Gestein, das überwiegend aus Lapilli besteht.

Lapillistein: Pyroklastisches Gestein aus vulkanischen Fragmenten

Lapillistein ist eine verfestigte pyroklastische Ablagerung, die entsteht, wenn Lapilli, die mittleren Fragmente aus einem Vulkanausbruch, sich ansammeln und zusammenverkitten. Lapilli selbst haben einen Durchmesser von 2 bis 64 Millimetern und nehmen damit eine Position zwischen feiner Asche und groben Blöcken in der Größenhierarchie vulkanischer Fragmente ein. Wenn diese Fragmente sich ablagern, unter ihrem eigenen Gewicht verdichten und durch feineres Material oder kieselsäurereiches Grundwasser gebunden werden, entstehen sie zu Lapillistein, einem Gestein, das überall dort abgebaut und untersucht wird, wo explosiver Vulkanismus Spuren im geologischen Schichtenaufbau hinterlassen hat.

Aussehen und Bearbeitbarkeit von Lapillistein hängen stark von seiner Zusammensetzung und dem Verschweißungsgrad zwischen den Fragmenten ab. Manche Lapillsteine sind locker verfestigt und brüchig und zerfallen bereits unter mäßigem Druck oder durch Verwitterung. Andere, besonders solche, die unter erheblicher Auflast liegen oder mit Zeolithen oder Quarz zementiert sind, werden sehr hart und blockig. Die Farbe reicht typischerweise von blassem Beige über rostrot bis dunkelgrau, was den Eisengehalt und den Oxidationszustand des ursprünglichen Magmas widerspiegelt. Die Fragmente können je nach ihrer Flugbahn und Kollision während des Ausbruchs kantig, kantengerundet oder teilweise abgerundet sein.

Lapillistein wird durch konventionellen Steinbruchbetrieb oder Tagebau gewonnen. Seine mittlere Härte und sein relativ sauberer Bruch machen ihn für Schotter, Zuschlagstoff und in manchen Fällen auch für Werksteine geeignet. In Regionen mit umfangreichen pyroklastischen Schichtenfolgen dient Lapillistein als örtliches Baustoffmaterial, wo er in etwa gleichförmige Blöcke gespalten werden kann. Zuschlagstoffproduzenten schätzen Lapillsteine mit niedrigem Feinkornanteil und stabiler Körnerverkittung, da diese dauerhafte, gut abgestufte Produkte für Beton und Asphalt liefern.

Schwierigkeiten entstehen, wenn Lapillistein erhebliche Mengen löslicher Mineralien enthält oder wenn einzelne Fragmente schwach an der Matrix haften. In feuchtem Klima kann Verwitterung entlang von Körngrenzen beschleunigt werden, wodurch das Gestein zerfällt oder sich wieder zu losen Lapilli desintegriert. Bei der Zuschlagstoffherstellung mindert diese Instabilität die Ausbeute und erhöht die Staubentwicklung. Umgekehrt können stark verschweißte Lapillsteine Härtungsprobleme bei konventionellen Brechwerkzeugen mit sich bringen und erfordern einen höheren Energieeinsatz oder die selektive Förderung von leichter verwitterbaren Schichten.

Der Begriff selbst stammt vom lateinischen lapillus, Verkleinerungsform von lapis (Stein), kombiniert mit dem englischen Suffix stone. Er spiegelt eine geradlinige geologische Nomenklatur wider: ein Stein aus Lapilli. Diese Benennungskonvention ist in der pyroklastischen Gesteinseinteilung üblich, die systematisch durch Fragmentgrößenkategorien verläuft und Lapillistein dadurch sowohl beschreibend als auch technisch präzise innerhalb der größeren Familie vulkanischer Gesteine macht, die im Bergbau und in Bauvorhaben anzutreffen sind.

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