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Bahntechnik

Limited

Englisch: limited

Schnellzug, der nur an einer begrenzten Anzahl von Stationen hält.

Limited: Schnellzug mit ausgewählten Haltestellen

Ein Limited ist ein Fernreisezug im Personenverkehr, der nach Fahrplan zwischen Großstädten verkehrt und nur an festgelegten Stationen hält, nicht an jeder Gelegenheit. Der Begriff unterscheidet diese Züge von Nahverkehrs- oder Bummelzügen, die an zahlreichen kleineren Stationen halten. Ein Limited führt üblicherweise Durchgangswagen (Schlaf-, Speise- und Personenwagen) über beträchtliche Strecken, teilweise über 500 Meilen oder mehr, und erreicht höhere Durchschnittsgeschwindigkeiten, weil weniger Halte weniger Zeit zum Beschleunigen und Bremsen bedeuten.

Der Limited entstand im späten 19. Jahrhundert, als Eisenbahnen wohlhabende Reisende anziehen wollten, die Premiumtarife für schnellere Fahrten zahlten. Bekannte Beispiele sind die Twentieth Century Limited (New York nach Chicago) und die California Limited (Chicago nach Los Angeles). Diese Züge verkehrten üblicherweise täglich oder mehrmals wöchentlich auf etablierten Strecken mit festen Abfahrts- und Ankunftszeiten. Fahrgäste wussten genau, wann der Zug abfährt und welche Stationen er bedient; es gab keine Flexibilität bei Route oder Fahrplan.

Betriebliche Unterschiede

Der Unterschied zwischen einem Limited und anderen Personenverkehrsdiensten lag in den Haltemustern und der Geschwindigkeit. Ein Limited bediente vielleicht 8 bis 15 Stationen auf der gesamten Strecke. Ein Nahverkehrszug auf der gleichen Route konnte 40 oder mehr Stationen bedienen. Das bedeutete, ein Limited konnte eine Fahrt in etwa 20 Stunden bewältigen, während ein Nahverkehrszug 30 Stunden oder mehr brauchte. Einen Limited zu betreiben erforderte ausreichendes Fahrgastaufkommen zwischen großen Zentren, um den Zug zu Premiumtarifen auszulasten; bei schwach befahrenen Strecken war das nicht wirtschaftlich.

Limited-Züge beförderten oft zusätzlich zu Fahrgästen auch Post und Schnellgut, da die Geschwindigkeit und Zuverlässigkeit für zeitempfindliche Sendungen wertvoll waren. Der Begriff selbst spiegelte Eisenbahn-Marketingsprache wider: der Service war "limitiert" in der Häufigkeit der Halte, nicht in Luxus oder Ausstattung. Schaffner und Stationsbeamte brauchten klare Merkzettel, welche Stationen jeder Limited bedient, da Verwechslungen zu vergessenen oder unerwünschten Halten führen konnten.

Der Limited verschwand bis in die 1970er Jahre großenteils aus dem nordamerikanischen Eisenbahnnetz, als Straßen- und Flugverkehr expandierten. Der Begriff überlebt hauptsächlich im historischen Kontext, obwohl einige moderne Fernzüge informell ähnliche Benennungskonventionen übernehmen. In zeitgenössischen Eisenbahnsystemen außerhalb Nordamerikas werden vergleichbare Schnellverkehre unter anderen Bezeichnungen betrieben, etwa als "Express" oder "Intercity-Schnell"-Kategorien.

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