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Transport und Logistik

LPI

Initialism für Leading Pedestrian Interval, ein kurzer Zeitraum, in dem Fußgänger die Straße überqueren dürfen, bevor Fahrzeuge fahren dürfen.

LPI: Fußgänger bekommen Vorsprung an der Ampel

Ein Leading Pedestrian Interval (LPI) ist eine Verkehrsregelungsfunktion, die Fußgängern einen Vorsprung von 3 bis 10 Sekunden gibt, um einen Zebrastreifen zu betreten, bevor die parallele Ampel für Fahrzeuge auf Grün schaltet. Das Fußgängersignal wird allein aktiviert; erst nach Ablauf dieses Intervalls beginnt die Grünphase für Fahrzeuge. Diese gestaffelte Zeitgebung schafft eine Pufferzone, in der Fußgänger bereits sichtbar und im Kreuzungsbereich etabliert sind, bevor der Abbiegeverkehr (besonders Rechtsabbieger in Ländern mit Rechtsverkehr) in Bewegung kommt.

LPIs werden an lichtsignalgeregelten Kreuzungen eingebaut, am häufigsten auf großen Straßen in der Stadt, wo das Fußgängeraufkommen hoch ist und Abbiegefahrzeuge ein Kollisionsrisiko darstellen. Sie arbeiten zusammen mit Standard-Geh- und Nicht-Geh-Signalen; das LPI verlängert lediglich die Grünphase für Fußgänger, bevor Fahrzeuge ihren Zug bekommen. Die Einrichtung selbst erfordert keine zusätzliche Hardware über den vorhandenen Signalregler hinaus, aber Programmierer müssen die Zyklus-Zeitgebung anpassen, um das zusätzliche Intervall zu berücksichtigen.

Warum LPIs bei der Unfallverhütung wichtig sind

Rechtsabbiegeunfälle verletzen und töten regelmäßig Fußgänger, besonders ältere Erwachsene und Kinder, die langsamer zu Fuß gehen. Bis das LPI endet und Fahrzeuge anfahren, haben Fußgänger je nach Gehgeschwindigkeit 15 bis 25 Meter in den Kreuzungsbereich vorgerückt. Diese Entfernungsreduktion verkürzt die Zeit, die einem Fahrer bleibt, um auf einen sich langsam bewegenden Fußgänger zu reagieren oder damit zu kollidieren. Studien aus Städten, die LPIs an hochriskanten Kreuzungen eingebaut haben, berichten von Reduktionen bei Unfällen mit Abbiegefahrzeugen.

LPIs sind besonders wirksam an Kreuzungen, wo Rechtsabbiegen bei Rot erlaubt ist, da Fahrer, die während der Fußgänger-Grünphase abbiegen, zur Gefahr werden. Die Funktion verlängert die Zyklus-Länge etwas (3 bis 8 Sekunden pro Zyklus), was sich auf den Verkehrsfluss in Spitzenlastzeiten auswirken kann. Verkehrsplaner wägen dies gegen Sicherheitsgewinne ab, und die Einführung von LPI wird in Complete-Streets-Projekten und Vision-Zero-Verkehrssicherheitsinitiativen zum Standard.

Der Begriff "Leading" bezieht sich auf die zeitliche Vorrangstellung für Fußgänger; sie führen die Signalfolge an. Einige Behörden verwenden auch den Begriff "Fußgänger-Vorsprung" oder nennen die Intervall-Dauer explizit, wenn sie mit benachbarten Ampeln koordinieren. LPI-Einstellungen sind in moderner Verkehrsmanagementsoftware pro Kreuzung anpassbar, sodass Behörden das Intervall basierend auf beobachteter Fußgängergeschwindigkeit und Kreuzungsgeometrie einstellen können.

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