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Maschinenbau

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Englisch: luff

Den vertikalen Winkel der Kranauslegung so zu ändern, dass sie mit der Last eine ebene Lage einnimmt.

Ausleger neigen: den Kranausleger kippen, um eine hängende Last auszurichten

Den Kranausleger zu neigen bedeutet, ihn um seine horizontale Achse zu drehen und damit den Winkel zwischen Ausleger und Horizontalebene zu verändern. Bei Mobil- und Turmdrehkränen ermöglicht diese Bewegung dem Kranführer, den Ausleger so zu positionieren, dass eine schwebende Last waagerecht hängt und nicht schief sitzt, gleichzeitig lassen sich Hakenhöhe und Reichweite anpassen. Die Neigmechanik nutzt Hydraulikzylinder oder ein Seil-Riemenscheiben-System, um die Auslegerspitze auf und ab zu bewegen, während die Auslegerlänge gleich bleibt.

In der Regel korrigiert das Neigen Lastpendeln oder Positionierungsfehler während des Hebeablaufs. Wird eine Last unsauber angehoben oder pendelt beim Drehen, neigt der Kranführer den Ausleger, um ihn wieder parallel zum Boden zu bringen und die Last korrekt auf ihrem Zielort abzusetzen. Bei einem Turmdrehkran mit horizontalem Ausleger verändert das Neigen auch die wirksame Reichweite: Das Hochneigen der Auslegerspitze vergrößert den Abstand zum Mast, reduziert die Tragfähigkeit, erweitert aber die Reichweite; das Tieferneigen wirkt umgekehrt. Dieses Wechselspiel zwischen Tragfähigkeit und Reichweite macht das Neigen zur Grundlage der Kranplanung.

Neigen gegen Drehen und Heben

Das Neigen ist eine von drei Hauptbewegungen am Kran. Heben senkt oder hebt die Last am Hakenseil; Drehen dreht den Ausleger seitwärts um den Mast; Neigen kippt den Ausleger vor und zurück. Moderne Kräne führen alle drei Bewegungen oft gleichzeitig unter Last aus. Verwirrung entsteht, weil manche Kranführer und ältere Maschinen "Neigen" lose für jede Aufwärtsbewegung der Last benutzen, aber fachlich meint es nur die Auslegerneigung, nicht die Hakenposition.

Der Begriff stammt aus der Segellehre. Ein Segel "flutet", wenn es flattern und die Spannung verlieren, indem es sich dem Wind zuwendet. In der Kranbenutzung hat vermutlich die optische Ähnlichkeit zwischen einem schlaffen Segel und einem schiefen Ausleger im frühen 20. Jahrhundert zu diesem Namen in der britischen und europäischen Praxis geführt. Das Wort bleibt in der europäischen Krankranjargon Standard; Kranführer in Nordamerika benutzen stattdessen manchmal "Auslegewinkel" oder einfach "hoch" und "runter".

Die Neiggeschwindigkeit liegt typisch bei 5 bis 15 Grad pro Sekunde bei Mobilkränen und ist bei Turmdrehkränen langsamer, je nach Last, Wetter und Auslegerlänge. Bei starkem Wind reduzieren Kranführer das Neigen, um Pendelbewegungen zu vermeiden. Druckverlust in der Hydraulik, Kolbendrift oder Seildehnung können nach dem Neigen dazu führen, dass der Ausleger nachgibt, darum ist regelmäßige Kontrolle der Neigaggregate wichtig für Sicherheit und Laststabilität.

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