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Zimmerei

Nut- und Federbrett

Englisch: matchboard

Ein Holzbrett, das sich mit anderen durch eine Nut- und Federsystem verbindet.

Matchboard: Profilbretter mit Feder und Nut, die sich seitlich verzahnen

Matchboard besteht aus Holzbrettern, die an einer Kante mit einer Feder und an der gegenüberliegenden Kante mit einer entsprechenden Nut gefräst sind. Dies ermöglicht es, benachbarte Bretter seitlich fest aneinander zu verriegeln. Werden die Bretter nebeneinander verlegt, gleitet die Feder des einen Bretts in die Nut des nächsten und ergibt eine durchgehende Holzfläche. Die Verbindung ist rein mechanisch und nicht geklebt, obwohl Klebstoff manchmal auf den Fugenflächen aufgetragen wird, um zusätzliche Festigkeit zu erreichen und Feuchtedehnungen zwischen den Brettern zu verringern.

Die Bretter selbst sind typischerweise 12 bis 25 mm stark und haben nutzbare Breiten von 75 bis 150 mm, je nach Holzart und Maschinenausstattung der Sägemühle. Weichholz wie Kiefer und Fichte wird am häufigsten im Hochbau und für Verkleidungen verwendet; Hartholz findet sich in hochwertigeren Innenausbauten. Die Federtiefe beträgt üblicherweise 8 bis 12 mm und ist so bemessen, dass sie in der Nut aufliegt, ohne zu klemmen, was die Brettkanten bei Holzquellungen splittern würde.

Matchboard kommt in Wand- und Deckenverkleidungen, Außenverkleidungen und Unterlagsböden zum Einsatz. Bei vertikaler Verwendung als Wandverkleidung werden die Bretter mit Nägeln auf den Wandständern befestigt; bei horizontaler Verlegung benötigen sowohl die Kanten als auch Zwischenstützen Befestigung. Die Verzahnung ermöglicht es jedem Brett, sich mit Feuchtigkeitsschwankungen leicht zu bewegen, ohne dass wie bei einfach stoßenden Brettern sichtbare Fugen entstehen, ein großer Vorteil. Handwerker primen manchmal die Nutenseite vor der Montage leicht an, um die Feuchteaufnahme gleichmäßiger zu verteilen, obwohl dies weniger üblich ist als früher.

Der häufigste Fehler beim Matchboard-Einbau ist unvorsichtiges Nageln, das die freie Bewegung hindert und zum Splittern oder Verziehen der Bretter führt. Zu starkes Eintreiben der Feder in die Nut kann auch das aufnehmende Brett reißen, besonders bei trockenem Holz oder schmalen Profilen. Saisonale Quellungen und Schwundvorgänge in feuchten Umgebungen können zu Klemmen in den Fugen führen, insbesondere wenn die ursprüngliche Verlegung zu eng war oder wenn Feder und Nut zu locker passen und seitliches Verziehen erlauben.

Der Begriff Matchboard leitet sich von der Vorstellung ab, dass jedes Brett genau zu seinem Nachbarn passen muss; das System verhindert Längsverwölbungen, anders als Bretter mit einfachen Nuten oder Überblattungen. Dies unterscheidet es von Schiffsbodenprofilen, die sich überlagern statt zu verzahnen. In modernen Spezifikationen wird Matchboard manchmal als V-Nut-Matchboard bezeichnet, wenn die Stoßflächen eine flache V-Nut entlang der Fuge haben, die die Fuge visuell hervorhebt.

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