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Energie und Versorgung

MM

Abkürzung für Moving Magnet, ein Typ von Tonabnehmerkartridge.

MM: das Arbeitskarren-Tonabnehmersystem

Ein Magnettonabnehmersystem ist ein elektromechanischer Wandler, der die physikalischen Vibrationen einer Plattenspielerdose in elektrische Signale zur Verstärkung umwandelt. Die Nadel läuft in der Rille einer Schallplatte, und während sie die Wellenbewegungen nachzeichnet, versetzt sie einen Cantileverhebel in Schwingung. Dieser Hebel ist mit einem oder zwei kleinen Permanentmagneten ausgestattet. Während diese Magnete sich bewegen, oszillieren sie in einer feststehenden Drahtspule und erzeugen einen wechselnden elektrischen Strom, der die Audioinformation trägt.

Magnettonabnehmersysteme beherrschen den Budget- und mittleren Preisbereich des Plattenspielermarkts, weil sie robust und verhältnismäßig preiswert herzustellen sind. Die Magnetanordnung ist strapazierfähig genug, um die Auflagekraft der Nadel zu verkraften, die bei modernen Ausführungen typischerweise zwischen 1,5 und 3 Gramm liegt. Die meisten Magnettonabnehmersysteme haben Ausgangspegel von etwa 4 bis 6 Millivolt bei 1 kHz, was ausreicht, um mit einem Standard-Phono-Vorverstärker ohne zusätzliche Verstärkerstufen zu arbeiten. Diese Praktikabilität hat MM zur Standardlösung für Consumer-Plattenspieler in den letzten fünfzig Jahren gemacht.

Häufige Varianten sind Einfach-Magnet-Ausführungen, die einfacher und billiger sind, sowie Dual-Magnet- oder Multi-Magnet-Anordnungen, die bessere Stereo-Trennung und geringere Verzerrungen bieten können. Das Cantilevermaterial, die Nadelform und die Nachgiebigkeit der Aufhängung beeinflussen den Frequenzgang und die Spurhaltefähigkeit. Elliptische oder konische Nadeln sind Standard; nackte Saphir- oder Diamantspitzen werden bevorzugt wegen ihrer Dauerhaftigkeit und des minimalen Plattenvers chleißes.

Leistung und Grenzen

Magnettonabnehmersysteme erreichen üblicherweise einen akzeptablen Frequenzgang von 20 Hz bis 20 kHz, wobei der Anstieg bei hohen Frequenzen zu Zischlauten beitragen kann, wenn das System nicht sorgfältig ausgelegt ist. Die bewegte Masse der Magnetanordnung ist schwerer als die eines Spulensystems, was sich auf die Impulsantwort und die Spurhaltung bei beschädigten oder gewellten Platten auswirken kann. Der Nadelaufdruck und die Azimutausrichtung sind entscheidend; eine Fehlausrichtung verschlechtert die Trennung und führt zu Übersprechern zwischen den Kanälen.

Der Name unterscheidet dieses System von Spulensystemen, bei denen sich die Spule bewegt und die Magnete feststehen. Die Magnettonabnehmertechnik opfert eine gewisse klangliche Raffinesse für Zuverlässigkeit und Wirtschaftlichkeit, ein Kompromiss, der ihr in der Consumer-Audio seit Jahrzehnten seinen Platz sichert. Enthusiasten, die eine höhere Ausgangsimpedanz und geringere Verzerrungen suchen, können sich für ein Spulensystem entscheiden, aber MM bleibt für die meisten Hörer die praktische Wahl.

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