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Energie und Versorgung

Aktor

Englisch: actuator

Ein Relais, das den Stromfluss steuert.

Aktuator: das Gerät, das Ventile und Klappen bewegt

Ein Aktuator ist ein angetriebenes Gerät, das ein elektrisches, pneumatisches oder hydraulisches Signal in eine mechanische Bewegung umwandelt. In der Energie- und Versorgungswirtschaft sitzt er zwischen einem Steuersystem und der Ausrüstung, die sich bewegen soll: Er empfängt einen Befehl und positioniert dann entsprechend ein Ventil, eine Klappe oder einen Schalter. Anders als ein Relais, das einfach nur einen elektrischen Stromkreis öffnet und schließt, muss ein Aktuator genug Kraft aufbringen, um eine Last durch einen definierten Bewegungsbereich zu fahren, normalerweise von vollständig geschlossen bis vollständig offen.

Der häufigste Typ in der Versorgungswirtschaft ist der elektrische Aktuator, der einen Motor einsetzt, um ein Getriebe anzutreiben und eine rotative oder lineare Ausgabe zu erzeugen. Rotative Versionen drehen eine Welle um 90 Grad oder mehr, um einen Kugelventilgriff zu betätigen; lineare Typen verwenden einen Spindelmechanismus, um einen Stab auszufahren oder einzufahren und so eine Klappenblattposition oder einen Absperrventilanschluss zu stellen. Pneumatische Aktuatoren, angetrieben durch Druckluft, arbeiten schneller, benötigen aber eine Luftleitung und sind häufig in Prozessanlagen und Kraftwerken anzutreffen. Hydraulische Aktuatoren liefern die meiste Kraft auf kleinstem Raum, benötigen aber eine Pumpe und einen Speicher, was sie in der Versorgungswirtschaft weniger verbreitet macht, es sei denn, es ist ein sehr hoher Druck oder eine hohe Last erforderlich.

Aktuatoren werden nach dem Drehmoment oder der Kraft bewertet, die sie aufbringen können, nach der Spannung und dem Strom, den sie ziehen, und nach ihrer Ansprechgeschwindigkeit, gemessen in Sekunden, um die vollständige Fahrstrecke zu erreichen. Ein 24 VDC Elektroaktuator mit einem Drehmoment von 50 N-m und einer Hubzeit von 60 Sekunden ist für HVAC-Klappen in Gebäudesystemen typisch. Ausfallmodi umfassen blockierte Motoren, wenn ein Ventil festsitzt, Signalverlust, der zu einem Ausfall in einer sicheren Position führt, und Verschleiß im Getriebe, der über Monate hinweg zu Kriechbewegungen oder Drift führt.

Rolle in Steuersystemen

Ein Aktuator ist das abschließende Steuerelement in einer Rückkopplungsschleife: Ein Gebäudemanagementsystem oder Prozessregler sendet ein Signal von 4 bis 20 Milliampere oder einen digitalen Befehl, und der Aktuator reagiert, indem er zur entsprechenden Position fährt. Dies ermöglicht eine Feinabstimmung des Durchflusses, der Temperatur oder des Drucks ohne manuelle Einstellung. In Fernwärmenetzen und großen HVAC-Systemen arbeiten Dutzende Aktuatoren parallel, um die Last über mehrere Kreisläufe hinweg auszugleichen.

Der Begriff stammt vom lateinischen Wort actuare, antreiben oder bewegen. In der Maschinentechnik ist er neutral und breit gefasst; in der Versorgungswirtschaft und bei Gebäudesystemen ist er zum Standardwort für jedes modulierende Steuerelement geworden, das ein Ventil oder eine Klappe in Reaktion auf ein elektrisches Signal bewegt. Dies unterscheidet ihn von einem Solenoid, das nur eine Ein-Aus-Bewegung erzeugt, und von einer Pumpe oder einem Lüfter, die Fluid oder Luft bewegen, anstatt auf ein Steuersignal zu reagieren.

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