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Textiltechnik

Nap-Kleid

Englisch: nap dress

Frauenkleid mit starker Smockerei, übergroßen Puffärmeln und typischerweise langem, leicht gefälteltem Rock.

Nap Dress: Kleid mit Smock-Oberteil und voluminösen Ärmeln

Ein Nap Dress ist ein Kleidungsstück aus schwerer Baumwolle oder Baumwollmischgewebe mit Smock-Oberteil, dramatisch vergrößerten Puffärmeln und langem Rock mit minimalem oder kontrolliertem Faltenfall. Der Smock entsteht durch Raffung und Stickmuster des Gewebes in regelmäßigen Mustern, die sowohl Struktur als auch Elastizität im Brust- und Schulterbereich bieten. Der Begriff stammt von der erhöhten Gewebeoberfläche, die beim Smocking entsteht und die Raue eines Textils ähnelt.

Die Herstellung beginnt mit Schnittteilen, die im Oberteilbereich übergroß zugeschnitten werden, typischerweise in der 1,5- bis 2-fachen fertigen Breite. Smocking erfordert Hand- oder Maschinenarbeit mit parallelen Reihen im Abstand von 0,25 bis 0,375 Zoll, die das Gewebe in enge Falten pressen. Die Puffärmel mit typischerweise 3 bis 5 Zoll Durchmesser an der Armausschnittkante werden mit mehreren Reihen Gummiband oder Bindfäden an Armausschnitt und Bündchen gerafft. Der Rock hängt von einem Bund, meist mit einer oder zwei Messerfälten an den Seitennähten oder Mitteleinnäher.

Nap Dresses benötigen schwere Gewebe, typischerweise 5 bis 8 Unzen pro Quadratyard, um die Smockfalten ohne Zusammenfall zu halten. Baumwollvoile, Lawn, Popelin und Batist sind ungeeignet; stattdessen verwenden Hersteller Baumwollsatin, Baumwolljacquard oder Mischgewebe mit zusätzlichem Griff. Der Smock komprimiert ungefähr 60 bis 70 Prozent der ursprünglichen Breite in dekorative Textur, was bedeutet, dass ein flaches 36-Zoll-Stück etwa 10 bis 14 Zoll fertige Oberteilbreite ergibt.

Qualitätsprobleme entstehen hauptsächlich durch Smocking-Ungleichmäßigkeiten, bei denen Spannungsschwankungen ungleiche Falten und Welligkeit verursachen. Das Gummiband in Puffärmeln verschleißt bei wiederholtem Waschen und verliert nach 30 bis 50 Zyklen die Rückstellkraft, wenn minderwertige Materialien verwendet werden. Schlecht verarbeitete Bündchen lösen sich von den Körperteilen unter der Belastung durch geraffte Stoffe ab. Falten in langen Röcken glätten sich ab und erfordern nach jedem Waschen Bügeln, wenn der Stoff keine Dauer-Imprägnung hat.

Nap Dresses nehmen eine eigenständige Position in der Schnitt- und Nähkonfektion ein und erfordern sowohl präzise Schnittgraduierung als auch Handverarbeitungsgeschick. Das Kleidungsstück erscheint primär in moderner Damenbekleidung für Freizeit- und halbformale Anlässe, wobei die Konstruktionstechnik aus den 1940er und 1950er Jahren stammt. Die Produktion konzentriert sich auf Regionen mit etablierter Smocking-Infrastruktur, wo Arbeiter die Beziehung zwischen Faltentiefe, Gewebegewicht und fertigem Aussehen verstehen.

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