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Zimmerei

Nog

Englisch: nog

nounZimmereiarchaic

Einer der quadratischen Holzblöcke, die als Stütze für das Dach eines Bergwerks verwendet werden.

Nog: Kantholzblock zur Abstützung von Grubenbauen

Ein Nog ist ein kurzes Stück Kantholz, typischerweise 10 bis 15 cm auf jeder Seite, das als senkrechter oder annähernd senkrechter Stempel zur Abstützung des Grubenbaues unter Tage dient. Anders als runde Grubenholzstempel oder das flexible Holz bei temporären Verbauten wird ein Nog mit der Breitaxt oder Säge zu einem quadratischen oder rechteckigen Querschnitt bearbeitet, was das Stapeln, Einschlagen und Verkeilen gegen unebene Gesteinsoberflächen erleichtert. Das Kantholzprofil ermöglicht es auch, das Holz vor dem Einbau auf Festigkeit zu überprüfen und zu vermessen, ein praktischer Vorteil in Umgebungen, wo der Ausfall eines einzelnen Stempels zum Gesamtkollaps führen kann.

In Kohle- und Erzgruben wurden Nogs in Clustern, sogenannten Verzimmerungen, oder in Reihen, sogenannten Stempeln, angeordnet. An einer einzelnen Abbaufläche konnten Hunderte von Nogs erforderlich sein, die mit eisernen Keilen unter dem Kopfholz (das horizontale Holz, das auf den Stempeln aufliegt) eingetrieben und dann beim Vorrücken und Aufgeben der Abbaufläche von unten gelöst wurden. Das Holz war üblicherweise Kiefer, Fichte oder anderes Weichholz, das effizient gekantelt und von einem einzelnen Bergmann bewegt werden konnte. Nogs waren billiger als bearbeitetes Bauholz, da die Oberfläche nicht präzise sein musste, sondern nur kantig genug zum Verkeilen.

Grubenholzstempel und moderne Verdrängung

Im späten 19. und 20. Jahrhundert wurde der Begriff Nog weniger gebräuchlich, als runde oder minimal gekantelte Stempel und später Stahlbogenstützen und Kunstharzbefestigung die traditionelle Holzverzimmerung in den meisten mechanisierten Gruben ersetzten. In kleinen Untertagesteinbrüchen, Schiefergruben und in der historischen Dokumentation älterer Steinkohlengruben sind Nogs jedoch weiterhin belegt. Die Unterscheidung zwischen einem Nog und einem einfachen Grubenholzstempel war nie absolut; regionale Mundart und Betriebspraxis der Grube bestimmten, welcher Begriff bevorzugt wurde, und ein Kantstempel konnte je nach Hintergrund des Betreibers beide Bezeichnungen tragen.

Das Wort selbst leitet sich wahrscheinlich von einem altenglischen Begriff für einen Block oder Pflock ab, verwandt mit den Holzpflöcken, die in anderen Handwerken verwendet werden. Im Zimmererhandwerk außerhalb der Grube kann ein Nog auch einen Holzblock bezeichnen, der zum Verankern von Bolzen oder zum Ausfüllen von Hohlräumen in Mauerwerk und Holzkonstruktionen dient, obwohl diese Verwendung noch archaischer ist und großenteils durch Metalleinlagen und chemische Anker ersetzt wurde.

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