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Industrieelektronik

PATA

Abkürzung für Parallel ATA: eine Computerbusschnittstelle, die hauptsächlich für die Datenübertragung zu und von einer Festplatte ausgelegt ist.

PATA: die parallele Schnittstelle, die vor SATA das Geschäft beherrschte

PATA steht für Parallel ATA, einen Computerbusstandard für die Datenübertragung zwischen Hauptplatine und Speichergeräten, in erster Linie Festplatten und CD-/DVD-Laufwerken. Im Gegensatz zu seinem Nachfolger SATA, der Daten seriell über ein dünnes Kabel überträgt, sendet PATA mehrere Bits gleichzeitig über ein 40-poliges oder 80-poliges Flachbandkabel, typischerweise mit Geschwindigkeiten von bis zu 133 MB/s bei modernen Implementierungen (Ultra DMA Modus 5).

Die physische Schnittstelle besteht aus einem flachen Mehrleiter-Flachbandkabel, das das Laufwerk direkt mit der Hauptplatine oder einer Controllerkarte verbindet. PATA unterstützte zwei Geräte pro Kabel: ein Master- und ein Slave-Gerät, ausgewählt über Jumper auf dem Laufwerk selbst. Der 40-polige Stecker erschien auf älteren Systemen; die 80-polige Variante kam mit höheren Datenraten zur Reduzierung von Signalintegritätsproblemen. Flachbandkabel waren sperrig und schwierig in kompakten Gehäusen zu verlegen, und die Beschränkung auf zwei Geräte führte zu Engpässen, wenn beide Laufwerke gleichzeitig Daten übertrugen.

PATA (ursprünglich IDE, dann EIDE genannt) beherrschte die Personalcomputer von den 1980er Jahren bis in die frühen 2000er Jahre. Es war kostengünstig in der Umsetzung, funktionierte zuverlässig für typische Arbeitslasten und erforderte in den meisten Betriebssystemen keine spezialisierten Treiber. Allerdings begannen SATA-Laufwerke um 2003 zu erscheinen, mit dünneren Kabeln, Hot-Swap-Fähigkeit und serieller Übertragung, die sich als skalierbarer erwies. Hersteller beendeten die PATA-Produktion für neue Laufwerke um 2010.

Heute existiert PATA in älteren Systemen. Techniker stoßen noch auf PATA-Laufwerke in ausgemusterten Computern, älterer Testausrüstung und archivierten Geräten. Die Datenrettung von einem PATA-Laufwerk erfordert einen funktionierenden Controller oder einen USB-Adapter, beides ist nicht einfach zu beschaffen. Viele moderne Hauptplatinen haben PATA-Anschlüsse ganz entfernt, weshalb eine Diagnose oder Austausch vor Ort ohne externe Hardware schwierig ist.

Der Begriff PATA selbst entstand, um den parallelen Standard von Serial ATA zu unterscheiden, als beide Standards nebeneinander existierten. Der Name spiegelt die Übertragungsmethode wider, nicht den Steckertyp, weshalb ältere Dokumentation IDE oder EIDE oft synonym verwendet, wobei PATA strenggenommen die schnelleren Varianten einschließt. Das Verständnis dieser Unterscheidung ist wichtig beim Beschaffen von Ersatzkabeln oder bei der Fehlersuche bei Signalintegritätsproblemen auf älteren Industrial-PCs und eingebetteten Systemen, die noch auf diese Schnittstelle angewiesen sind.

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