Zahlungsterminal
Englisch: payment terminal
Ein elektronisches Gerät, das sich mit Zahlungskarten verbindet, um elektronische Geldtransfers durchzuführen.
Zahlungsterminal: die Maschine, die Plastik in Geld verwandelt
Ein Zahlungsterminal ist das Hardwaregerät, das Zahlungskartendaten ausliest, validiert und verschlüsselte Transaktionsinformationen an ein Finanznetzwerk zur Genehmigung und Abrechnung sendet. Es steht an der Kasse, am Ladentisch, am Lagertor oder am Serviceort, überall dort, wo Waren gegen Geld den Besitzer wechseln. Das Terminal kommuniziert mit den erwerbenden Banken und Kartennetzwerken (Visa, Mastercard usw.), um die Geldüberweisung vom Käufer zum Verkäufer in Echtzeit oder nahezu in Echtzeit zu genehmigen.
Die Kernkomponenten umfassen einen Kartenleser (Magnetstreifen, Chip oder kontaktlos), einen Prozessor, einen Anzeigebildschirm, eine Tastatur für PIN-Eingabe oder Betragseingabe und eine Netzwerkverbindung über Ethernet, Wählleitung oder Mobilfunk. Chip-Leser verwenden den EMV-Standard (Europay, Mastercard, Visa), der die Transaktion direkt am Gerät verschlüsselt und Kartendaten vor Abfang schützt. Kontaktlose Leser arbeiten auf 13,56 Megahertz mit NFC (Near-Field Communication) für schnelle Transaktionen unter einem definierten Limitwert, typischerweise 50 bis 100 Dollar je nach Region und Emittentenvorgaben.
Terminals unterscheiden sich stark nach Einsatzmodell. Fest installierte Terminals werden auf einer Theke befestigt und verbinden sich dauerhaft mit Stromversorgung und Netzwerk. Mobile Terminals (in älteren Installationen oft PDQs oder Personal Digital Assistants genannt) laufen mit Akku und senden per Mobilfunk oder WiFi. Mobile Payment Apps auf Smartphones können jetzt Terminalfunktionen mit Kartenlesern replizieren, die in die Kopfhörerbuchse oder den USB-Port gesteckt werden, wobei diese normalerweise über Point-of-Sale-Software und nicht über eigenständige Hardware laufen.
Ausfälle und Störstellen
Die häufigsten Ausfälle sind Netzwerk-Timeouts, wenn die Verbindung zur erwerbenden Bank bricht; das Terminal speichert die Transaktion dann entweder offline und sendet sie später (Batch-Verarbeitung) oder lehnt den Verkauf ab. Kartenleser verschleißen durch wiederholte Einsteckvorgänge und der Magnetstreifenkontakt wird schlechter. Chip-Leser-Ausfälle sind oft Firmware-bedingt und erfordern Downloads neuer Kernel-Updates von den Kartennetzwerken. Verbindungsabbrüche sind in Einzelhandelsbereichen mit schlechtem Mobilfunkempfang oder WiFi-Überlastung alltäglich. Zahlungsterminals müssen außerdem die PCI DSS (Payment Card Industry Data Security Standard) erfüllen, die Verschlüsselung, Tokenisierung und regelmäßige Sicherheitsprüfungen vorschreibt.
Die Wirtschaft hat sich dramatisch verändert. Terminals kosteten früher 800 bis 3.000 Dollar und wurden von Händlern gekauft oder von Ausrüstungsanbietern gemietet. Moderne Cloud-verbundene Terminals und Software-as-a-Service-Modelle berechnen pro Transaktion (1,5 bis 3,5 Prozent des Verkaufswerts) und bieten Hardware zu niedrigeren Anschaffungskosten an. Diese Verschiebung hat die schnellere Verbreitung von kontaktlosen und mobilen Zahlungen angetrieben, da Netzwerke vom Transaktionsvolumen und nicht vom Hardwareverkauf profitieren. Das Terminal selbst ist jetzt oft zweitrangig gegenüber der darauf laufenden Software, die Bestand, Loyalitätsprogramme und Zahlungsleitung regelt.