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Optik und Bildgebung

Strahlenbündel

Englisch: pencil

Ein Bündel oder eine Sammlung von Lichtstrahlen, besonders wenn sie von einem Punkt auseinandergehen oder zu einem Punkt zusammenlaufen.

Strahlenbündel: eine Sammlung von Lichtstrahlen, die sich in einem Punkt treffen oder von einem Punkt aus auseinander laufen

In der Optik ist ein Strahlenbündel eine geometrische Sammlung von Lichtstrahlen, die entweder auf einen einzelnen Punkt zulaufen oder von diesem auseinander laufen. Im Gegensatz zum alltäglichen Bleistift beschreibt dieser Begriff den dreidimensionalen Weg, den Licht durch ein optisches System nimmt. Die Strahlen müssen nicht parallel sein; was ein Strahlenbündel definiert, ist sein Ursprung oder sein Ziel in einem gemeinsamen Punkt, dem sogenannten Scheitel. Dieses Konzept ist grundlegend für das Verständnis, wie Linsen, Spiegel und optische Instrumente Licht lenken und fokussieren.

Ein optisches Strahlenbündel fällt typischerweise in zwei Kategorien. Ein konvergentes Strahlenbündel besteht aus Strahlen, die auf einen Punkt zulaufen, wie wenn Licht durch eine Konvexlinse tritt und auf einen Schirm fokussiert wird. Ein divergentes Strahlenbündel läuft von einer Punktquelle auseinander, etwa Lichtstrahlen, die von einem Lampenglühfaden ausstrahlen. In Abbildungssystemen wird die Strahlenbündelgröße an einer beliebigen Stelle durch die numerische Apertur der optischen Elemente und den Arbeitsabstand bestimmt. Ein enges Strahlenbündel (kleiner Winkel) ermöglicht starke Vergrößerung; ein breites Strahlenbündel erfasst mehr Licht, begrenzt aber die Schärfentiefe.

Anwendung in der Optikauslegung

Die Strahlenbündelterminologie taucht überall in der Linsenauslegung und im Raytracing auf. Ingenieure geben den Randstrahl (der äußerste Strahl im Bündel) und den Hauptstrahl (der zentrale Achsenstrahl) an, um Aberrationen, Vignettierung und Transmissionsverluste zu berechnen. In der Mikroskopie bestimmt die effektive numerische Apertur den Strahlenbündelwinkel an der Probe; das Überschreiten des kritischen Winkels verursacht Totalreflexion und Signalverlust. Designer von Teleskopen und Kameras müssen den halben Öffnungswinkel des Strahlenbündels auf der Film- oder Sensorebene an die Pixelgröße anpassen, um Aliasing zu vermeiden und eine vollständige Nutzung des Detektors zu gewährleisten.

Der Begriff stammt von der geometrischen Ähnlichkeit: Strahlen, die von einem Punkt ausgehen, bilden eine Kegelform, die an das spitze Ende eines Holzbleistifts erinnert. Der Begriff ist seit der optischen Literatur des 18. Jahrhunderts in Gebrauch geblieben, wo er eine klare mentale Vorstellung vermittelte, bevor Computer das Raytracing zur Routine machten. Heute hält er sich, weil er Optiksachverständigen sofort die Idee einer Strahlenmenge mit gemeinsamer Geometrie vermittelt, unterschieden von parallelem Licht, diffusem Licht oder gestreutem Licht.

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