Peripheriegerät
Englisch: peripheral device
Ein elektronisches Gerät außerhalb der Zentraleinheit eines Computers, das von diesem verwendet wird, wie ein Drucker oder ein Scanner.
Peripheriegerät: außen angebrachtes Getriebe, das an der Hauptbox befestigt ist
Ein Peripheriegerät ist jede Hardware, die außerhalb des Computergehäuses sitzt, aber mit diesem kommuniziert, um eine Aufgabe zu erfüllen. Der Drucker auf deinem Schreibtisch, der Scanner auf der Werkbank, der Barcodeleser an einer Station, die Industriekamera, die eine Produktionslinie überwacht: Das sind alles Peripheriegeräte. Sie erweitern die Fähigkeiten der Kernmaschine, befinden sich aber separat von der CPU, dem Speicher und den Steuerplatinen im Gehäuse.
Peripheriegeräte verbinden sich über standardisierte Anschlüsse und Protokolle. USB ist das moderne Standardwerkzeug für Bürogeräte und leichte Industrieanwendungen. Serielle RS-232-Verbindungen steuern immer noch alte Instrumente und Prozesssensoren in Fabriken. Ethernet verbindet Netzwerkdrucker, Kameras und Datenerfassungsgeräte in einem Betrieb. Manche Industrieperipheriegeräte nutzen parallele Druckeranschlüsse, SCSI oder herstellerspezifische Verbindungen. Der Hauptunterschied liegt in der Entfernung: Ein Peripheriegerät kann Meter vom Computer entfernt sein, oder sogar auf einem anderen Kontinent, wenn es vernetzt ist.
Ein- und Ausgabegeräte sowie Speicherperipheriegeräte
Eingabegeräte führen Daten ins System: Tastaturen, Mäuse, Barcodeleser, Waagen, Maschinensensoren, Kartenleser, Bildverarbeitungssysteme. Ausgabegeräte nehmen Daten vom Computer und machen sie physisch: Drucker, Displays, LED-Leuchten, Signaleinheiten, Pneumatikventiltreiber. Speichergeräte speichern Dateien: externe Festplatten, Bandsicherungsgeräte, USB-Speichersticks. Manche Geräte haben doppelte Funktion, wie vernetzter Speicher, der sendet und empfängt.
Die Industrie nutzt Peripheriegeräte anders als Büroumgebungen. Ein Fabrikcomputer kann einen Industriedrucker steuern, der Teile mit 10 Metern pro Minute markiert. Ein Prozessregler kommuniziert mit Temperaturfühlern, Druckmanometern und Durchflussmessern, die rund um eine Fabrikhalle verteilt sind. Bildverarbeitungssysteme und Encoder geben Bilder und Bewegungsdaten an den Hauptprozessor zurück. Diese Geräte arbeiten häufig in heißer, feuchter oder staubiger Umgebung, deshalb nutzen sie verstärkte Stecker und Metallgehäuse anstelle von Kunststoffbüroplastik.
Ausfallstellen sind häufig. Kabel verschleißen durch Bewegung oder Vibration. Treiber werden obsolet, wenn Betriebssysteme aktualisiert werden. Protokollinkompatibilität tritt auf, wenn alte Ausrüstung auf neue Computer trifft. Stromversorgung kann ausfallen, wenn eine einzelne Stromquelle zu viele Geräte versorgt. In Produktionsumgebungen kann der Ausfall eines Peripheriegeräts eine Linie zum Stehen bringen: ein defekter Drucker bedeutet keine Etiketten, ein fehlgeschlagener Sensor bedeutet keine Rückmeldung, eine schlechte Netzwerkverbindung bedeutet Datenverlust. Deshalb lagern Industriebetriebe oft Ersatzteile und halten ältere Computer länger in Betrieb, als Büroarbeiter tolerieren würden.