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Energie und Versorgung

PES

Abkürzung für IEEE Power Engineering Society.

PES: das Standardisierungsgremium der Energiewirtschaft

Die IEEE Power Engineering Society ist die Fachgruppe innerhalb des Institute of Electrical and Electronics Engineers, die Standards entwickelt, Forschungsergebnisse veröffentlicht und Best Practices für die Erzeugung, Übertragung, Verteilung und Nutzung von elektrischer Energie festlegt. Sie existiert, um reale Probleme zu lösen, die entstehen, wenn Tausende von Megawatt durch vernetzte Systeme fließen, die sich über Kontinente erstrecken.

PES veröffentlicht einige der am weitesten verbreiteten Standards in der Energieinfrastruktur. Der IEEE-Standard 519 regelt die Grenzen für Oberschwingungsverzerrungen in Stromnetzen und schützt empfindliche Geräte vor Verschlechterung der Spannungs- und Stromwellenformen. IEEE 45 behandelt elektrische Installationen in Schiffen. IEEE 1547 definiert, wie dezentralisierte Energiequellen, einschließlich Solar- und Windkraftanlagen, sich mit dem Stromnetz verbinden müssen. Dies sind keine theoretischen Dokumente; Stromversorgungsunternehmen und Gerätehersteller müssen sie einhalten, um die Systemstabilität und Lebensdauer der Ausrüstung zu gewährleisten.

Die Gesellschaft verwaltet auch die IEEE Std 141 (das Red Book), IEEE Std 1015 (das Green Book) und IEEE Std 1100 (das Emerald Book), zusammengefasst als IEEE Color Book Serie. Diese Leitfäden behandeln Industriestromnetze, Stromverteilungsplanung und Stromqualität. Ingenieure nutzen diese umfangreich beim Entwurf von Umspannwerken, bei der Dimensionierung von Kabeln, bei der Auswahl von Schutzgeräten oder bei der Fehlersuche bei Spannungseinbruchvorgängen.

Die PES-Mitgliedschaft umfasst Gerätehersteller, Netzbetreiber, Ingenieurbüros und Akademiker. Die Gesellschaft organisiert die IEEE Power and Energy Society General Meeting, eine bedeutende jährliche Konferenz, auf der neue Forschungsergebnisse zu Smart-Grid-Technologie, HGÜ-Übertragung und Netzresilienz präsentiert werden. Arbeitsgruppen innerhalb der PES konzentrieren sich auf speziellere Probleme: Transformatorenmodellierung, Windkraftintegration, Microgrid-Regelung und Koordination von Schutzsystemen.

Die Organisation befindet sich an der Schnittstelle zwischen Elektrotechnik-Standardisierung und Energiepolitik. Wenn neue Technologien entstehen, ob Batteriespeichersysteme oder Hochspannungs-Gleichstromleitungen, arbeiten PES-Komitees daran, Interoperabilität und Sicherheitsstandards vor der großflächigen Verbreitung zu etablieren. Dies verhindert die Marktfragmentierung, die auftritt, wenn Geräte verschiedener Hersteller nicht zuverlässig miteinander kommunizieren können.

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