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Drucktechnik

Photoblocker

Englisch: photoblocker

Ein Stoff, der Licht abhält.

Fotoblocker: UV-Sperradditive für Siebgewebe

Ein Fotoblocker ist eine lichtabsorbierende Chemikalie, die in Siebemulsion gemischt oder als separate Schicht aufgetragen wird, um ultraviolettes Licht daran zu hindern, während der fotografischen Belichtung unbelichtete Bereiche des Gewebes zu erreichen. Bei der Siebdruckerei härtet die Emulsion nur dort aus, wo UV-Licht eindringt. Fotoblocker verhindern vorzeitiges Aushärten in Bereichen, die für den Tintenfluss löslich bleiben sollen, und schärfen so Bildschärfe und Kantendefinition.

Fotoblocker wirken, indem sie UV-Wellenlängen im Bereich von 365 bis 405 Nanometer absorbieren, der typischen Ausgabeleistung von Quecksilberdampf- und LED-Belichtern. Kohlenstoffschwarz ist der häufigste Fotoblocker in Direktemulsionssystemen, entweder vorab in die Emulsion gemischt oder als separate Lichtsperrschicht aufgetragen. Einige Betriebe verwenden stattdessen undurchsichtiges Klebeband oder Fotomasken als physische Blocker, aber chemische Fotoblocker bieten bei detaillierter Halbtonarbeit und kleiner Schrift präzisere Kontrolle.

Der Stoff ist am wichtigsten in hochauflösenden Anwendungen. Der Siebdruck von feinen Details (unter 4 Punkt Schrift oder Halbtonsiebe feiner als 85 Linien pro Zoll) erfordert präzise Fotoblockierung, um Unterschneidungen zu vermeiden, bei denen Licht unter Schablonenrändern streut und Emulsion aushärtet, die es nicht sollte. Fotoblocker verringern seitliche Lichtdiffusion und verbessern die Kantendefinition, reduzieren Tintenausläufer und verbessern das Passergenauigkeit bei mehrfarbigen Arbeiten.

Fotoblocker können bei Übergebrauch zu Sprödigkeit oder schlechter Tintenfreigabe führen. Übermäßiges Kohlenstoffschwarz in der Emulsion kann dazu führen, dass die ausgehärtete Schablone unter Druckrakel-Druck reißt oder den Tintenfluss vollständig blockiert. Auch die Lagerstabilität ist wichtig; einige Fotoblocker-Additive setzen sich ab oder verschlechtern sich über Monate. Ungleichmäßiges Mischen von Fotoblockern in die Emulsion führt zu ungleichmäßiger Härte über das Sieb hinweg und verursacht flächenhafte Tintenübertragung.

Die Chemie und Wirksamkeit eines Fotoblockers hängen von Siebgewebezahl, Emulsionsdicke, UV-Lampenleistung und Belichtungszeit ab. Ein Sieb mit 156er Zählung und 1 mil Emulsion braucht eine andere Blockierungsstrategie als ein 48er-Sieb mit 6 mil Emulsion. Siebdrucker passen Fotoblocker-Typ und Konzentration typischerweise empirisch an, anstatt nach Formel vorzugehen.

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