Schanzbekleidung
Englisch: plank-sheer
Horizontal verlegter Plankenlauf über den Spanten eines Schiffskörpers.
Plankenscheer: der oberste Randbrettkurs der Schiffswand
Die Plankenscheer ist der oberste durchgehende Brettkurs der Holzplanking, der horizontal entlang der Schiffswand eines Holzschiffs verläuft und direkt über den freigelegten Köpfen der Schiffsrippen befestigt ist. Sie bildet die Verbindung zwischen der eigentlichen Schiffswand und der Reling und verdankt ihren Namen dem Scheer, der Aufwölbung des Schiffsprofils in der Seitenansicht. Im traditionellen Holzschiffbau war dieser Bretter strukturell und entscheidend: er musste sowohl die Längsspannungen widerstehen, die den Schiffskörper durchhängen oder aufbeulen ließen, als auch den Seitendruck von Wellen und Wind gegen die Reling.
Die Plankenscheer war bei Handelsschiffen typischerweise 3 bis 5 Zoll dick und wurde aus dem besten verfügbaren Holz hergestellt, meist Eiche oder Ulme bei Schiffen in nordischen Gewässern. Ihre Breite variierte je nach Schiffsgröße und Konstruktion, lag aber gewöhnlich bei 12 bis 18 Zoll in Längrichtung. Anders als die darunter liegenden Bretter, die mit Holznägeln oder Metallnägeln kantenverbunden waren, trug die Plankenscheer oft die Relingsbalken auf ihrer Oberseite und war mit großen Bolzen oder Durchbolzen an den Rippen befestigt, manchmal ergänzt durch Knie oder Aussteifungen. Die Plankenscheer war auch der Bereich, in dem sich die Spannungskonzentration zeigte, wo die Schiffswandplanking auf die Relingstützen traf.
Praktische Herausforderungen und Verfallsmuster
Aufgrund ihrer Position im Bereich der Wasserlinie und ihrer Witterungsbelastung unterlag die Plankenscheer im Betrieb beschleunigtem Verfall. Sie war der erste Brettkurs, der Fäulnis oder Wurmschäden zeigte, besonders dort, wo sie gegen eiserne Relingstützen saß, die Feuchtigkeit zurückhielten. Schiffszimmerleute lernten, dass die Plankenscheer bessere Entwässerungsdetails brauchte und manchmal eine Opferschicht auf ihrer Außenseite. Bei Schiffen, die stark genutzt oder schlecht gewartet wurden, musste der gesamte Brettkurs manchmal erneuert werden, während die darunter liegende Schiffswandplanking noch intakt war.
Der Begriff ist heute außerhalb der maritimen Denkmalpflege veraltet, da der kommerzielle Holzschiffbau eingestellt wurde. Moderne Fiberglas- und Stahlschiffe verwenden diesen Holzbrettkurs nicht, und die strukturelle Funktion, die er erfüllte, ist auf verschiedene Materialien und Konstruktionen verteilt. Dennoch bleibt die Plankenscheer für jeden wichtig, der hölzerne Segelschiffe restauriert oder erforscht, und das Verständnis ihrer Rolle und typischen Schadensmuster ist wesentlich für eine genaue Begutachtung und Reparaturarbeit.