Prisma
Englisch: prism
Ein Polyeder mit parallelen Enden gleicher polygonaler Form und Größe, bei dem die anderen Flächen parallelogrammförmige Seiten sind.
Prisma: Ein Körper mit zwei identischen parallelen Flächen und ebenen Seitenflächen
Ein Prisma ist ein dreidimensionaler Körper mit zwei identischen polygonalen Flächen an den gegenüberliegenden Enden (genannt Basen) und rechteckigen oder parallelogramm-förmigen Flächen, die diese verbinden. Im Bauwesen bezieht sich der Begriff am häufigsten auf dreieckige und rechteckige Prismen, obwohl fünfeckige und sechseckige Prismen in spezialisierten Anwendungen vorkommen. Die Basen sind immer parallel zueinander und haben dieselbe Größe und Form, das ist das definiert die Geometrie.
Dreieckige Prismen sind die sichtbarsten Prismen auf einer Baustelle. Dachbinder stehen auf dreieckigen Basen. Beton- oder Steinkeile, die zum Ausgleichen, Nivellieren oder Erzeugen von Neigungen verwendet werden, folgen dieser Geometrie. Ein rechtwinkliges Prisma hat senkrechte Seitenflächen; ein schiefes Prisma hat geneigte Seitenflächen, behält aber die gleiche Basisgeometrie. Der Winkel und die Länge der Verbindungsflächen hängen von der spezifischen Anwendung ab, aber die Regel der parallelen Basen gilt immer.
Dimensionale und materielle Realität
Betonprismen werden als Prüfmuster mit den Abmessungen 100 mm mal 100 mm mal 200 mm zur Druckprüfung gegossen. Tragfähige Betondeckenelemente, genannt Prismenziegel oder Prismenblöcke, nutzen die Form, um ineinander zu greifen und Wasser abzuleiten. Granit- und Schieferverkleidung können in Prismenform für dekorative Eckbehandlungen bestellt werden. Schaum- oder Mineralwolledämmblöcke werden routinemäßig in Prismen geschnitten, um sie um unregelmäßige Rahmen und Durchdringungen anzupassen.
Der Begriff taucht in der Optik und Vermessung auf, wo ein Prisma ein transparentes optisches Werkzeug ist, das Licht bricht; Bauarbeiter, die Lasernivelliere oder Theodolite verwenden, arbeiten mit Glasprisma in diesen Geräten. Aber auf der Bauberfläche selbst bezieht sich Prisma auf die feste Form. Probleme entstehen, wenn die Basen nicht wirklich parallel sind, wenn Materialien sich verziehen, oder wenn tragende Prismen in falschen Winkeln eingebaut werden. Ein Ausgleichskeil, der in einem Winkel entgegengesetzt zu dem eingebaut wird, den die Struktur braucht, erzeugt Spannungskonzentration statt Lastverteilung.
Der Name stammt von griechischen und lateinischen Wurzeln, die etwas Geschnittenes oder Gesägtes bedeuten. Es ist grundsätzlich ein geometrischer Begriff, den die Baubranchen übernommen haben, weil die Form leicht zu gießen, zu schneiden und zu verstehen ist. Wenn eine Spezifikation ein Prisma fordert, legt sie Geometrie fest, nicht Material oder Oberflächenbearbeitung, obwohl der Kontext immer bestimmt, woraus dieses Prisma besteht.