PSU
Abkuerzung fuer Power Supply Unit, ein Stromversorgungsgeraet
Netzteil: der Kasten, der Netzstrom in das umwandelt, was deine Ausrüstung wirklich braucht
Ein Netzteil wandelt eingehenden Wechselstrom (AC) aus der Steckdose in Gleichstrom (DC) mit der Spannung und Stromstärke um, die deine Ausrüstung benötigt. Es sitzt zwischen Steckdose und Last, reduziert die Spannung (oder erhöht sie gelegentlich), filtert Störungen und schützt nachgelagerte Schaltungen vor Spitzen und Überspannungen. Die meisten Industrie-Netzteile verarbeiten 100 bis 240 Volt AC am Eingang und liefern zwischen 3,3 Volt und 48 Volt DC, es gibt aber auch Spezialausführungen für niedrigere und höhere Spannungen.
Das Herzstück jedes Netzteils ist ein Transformator, der die AC-Spannung auf ein nutzbares Niveau reduziert, gefolgt von einem Gleichrichter, der sie in DC umwandelt, dann Filterkondensatoren, die die Ausgangswelligkeit auf akzeptable Werte glätten. Lineare Netzteile nutzen einen Serienreglertransistor zur Spannungsregelung; sie werden heiß und sind sperrig, tolerieren aber elektrisches Rauschen gut. Schaltnetzteile nutzen Pulsweitenmodulation mit hoher Frequenz zur Ausgangsregelung; sie sind kompakt und effizient, können aber selbst Schaltrauschen in empfindliche Schaltungen einkoppeln. Viele moderne Industrie-Netzteile sind Schaltdesigns mit 80 Plus Bronze oder besserer Effizienz zertifiziert, das bedeutet, sie verschwenden weniger als 20 Prozent der Eingangsleistung als Wärme.
Zuverlässigkeit und Schutz
Industrie-Netzteile müssen raue Bedingungen überstehen: Thermische Belastung durch wiederholte Start- und Stoppzyklen, Eingangsspannungsschwankungen, Kurzschlüsse auf den Ausgangsschienen und Vibrationen in Maschinengehäusen. Hochwertige Geräte haben Thermoschutz, Strombegrenzung und manchmal redundante oder parallelbare Designs, sodass eine Einheit die andere sichern kann. Ein defektes Netzteil versagt oft sicher: der Ausgang geht auf Null statt zu schweben oder unkontrollierte volle Spannung zu liefern.
Die Wahl zwischen linearem und Schaltnetzteil hängt von der Anwendung ab. Ein speicherprogrammierbarer Steuerwerk oder ein Datenerfassungssystem in einem sauberen, temperaturgesteuerten Schrank kann ein kompaktes Schaltnetzteil nutzen. Eine empfindliche Analogschaltung oder Hochfrequenzausrüstung neben einem Netzteil braucht möglicherweise ein lineares Netzteil oder sorgfältige Abschirmung, um Störkopplung über die Stromschienen zu vermeiden. Die Ausfallrate steigt über 40 Grad Celsius stark an, deshalb sind Thermomanagement und Herabstufung praktische Anliegen in heißen Fertigungsumgebungen.
Die Terminologie kann verschwimmen: Praktiker in der Industrie nennen einen Wandler von AC zu DC an der Wand manchmal ein Netzteil, reservieren den Begriff aber manchmal für größere Rack-Mount- oder DIN-Schienen-Einheiten mit geregelten Ausgängen. Billige ungeregeelte Netzstecker, die nur Spannung reduzieren und gleichrichten, werden in professionellen Zusammenhängen selten Netzteile genannt. Der Begriff umfasst alles von einem Fünf-Watt-Netzteil in einem Sensor bis zu einem 2000-Watt-Industrie-Stromverteilungsgerät, das einen Servoverstärkerkasten speist.