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Industrieelektronik

ohmsch

Englisch: resistive

Als Widerstand wirkend; den Durchgang elektrischen Stroms behindernd.

resistiv: alles, was den Stromfluss behindert

Ein resistives Bauteil, Material oder Schaltungselement behindert den Stromfluss und wandelt elektrische Energie in Wärme um. Jeder Leiter hat eine gewisse resistive Eigenschaft, gemessen in Ohm. In der Praxis ist resistives Verhalten entweder zufällig (der unerwünschte Widerstand eines Kupferdrahts) oder beabsichtigt (ein Widerstand, der den Strom begrenzt, die Spannung teilt oder Leistung dissipiert).

Das häufigste resistive Bauteil ist ein Kohleschicht- oder Metallschichtwiderstand: ein keramisches Röhrchen mit einer dünnen resistiven Schicht, mit Toleranzen von 1% oder besser. Drahtwiderstände verwenden Nichrom- oder Konstantandraht auf einem keramischen Kern und bewältigen höhere Leistungsverluste, typisch 5 Watt bis mehrere Kilowatt. Dickschicht- und Dünnschichtwiderstände werden auf keramische oder Glassubstrate aufgebracht für Hybridschaltungen und integrierte Schaltungen. Jede Variante bietet Kompromisse zwischen Toleranz, Leistungsrating, Frequenzverhalten und Kosten je nach Anwendungsanforderung.

Resistives Verhalten ist nicht binär. Der Widerstandswert ändert sich mit der Temperatur; dieser Temperaturkoeffizient wird in ppm pro Grad Celsius (ppm/°C) angegeben, von 25 ppm für Standard-Kohleschicht bis unter 10 ppm für Präzisions-Metallschicht. Die Frequenz spielt auch eine Rolle: bei Hochfrequenzen verschlechtern parasitäre Induktivität und Kapazität die ideale resistive Reaktion. In Wechselstromkreisen dissipieren rein resistive Lasten Leistung und erzeugen keine Blindkomponente, wodurch der Leistungsfaktor bei Eins bleibt.

Resistive Wärmeerzeugung und Ausfallmodi

Widerstände erzeugen Wärme proportional zum Quadrat des Stroms und dem Widerstand (P = I²R). Überschreitet man das Nennleistung, fällt das Bauteil aus: Kohleschichtwiderständen reißen oder verdampfen; Drahtwiderstände schmelzen. Feuchtigkeitseintritt, mechanische Belastung und thermische Wechselbelastung beeinträchtigen langfristig die Zuverlässigkeit. Ein mit 0,25 Watt bewerteter Widerstand ist sicher nur, wenn die mittlere Dissipation deutlich unter diesem Limit bleibt; transienter Spitzenstrom kann ihn zerstören, bevor stationäre Leistungsberechnungen Gefahr andeuten.

In der industriellen Hierarchie sitzen Widerstände am Fundament: einzeln zur Vorspannung, in Reihe zur Strombegrenzung, parallel zur Lastverteilung, in Netzwerken zur Impedanzanpassung und Signalkonditionierung. Der Begriff resistiv gilt auch für Heizwiderstände, Thermistoren (deren Widerstand nichtlinear mit der Temperatur variiert) und resistive Touchscreens. Ob diskret oder integriert, das Prinzip bleibt: kontrollierte Behinderung des Stromflusses, die nützliche Arbeit verrichtet.

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