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Kfz-Technik

Auffahrunfall

Englisch: rear-end

Ein Fahrzeug fährt auf ein anderes Fahrzeug von hinten auf.

Auffahrunfall: jemandens Stoßstange im Verkehr treffen

Ein Auffahrunfall ist das Aufprallen auf ein Fahrzeug von hinten, während beide in die gleiche Richtung fahren, oder während das getroffene Fahrzeug stillsteht. Das aufprallende Fahrzeug fährt fast immer schneller als das vorausfahrende, wodurch eine Lücke geschlossen wird, die der Fahrer nicht richtig eingehalten hat. In Versicherungs- und Rechtskontexten wird der auffahrende Fahrer typischerweise unabhängig von den Umständen zur Rechenschaft gezogen, da das Verkehrsrecht dem folgenden Fahrer die absolute Verantwortung für die Einhaltung eines sicheren Abstands auferlegt.

Die Schwere eines Auffahrunfalls hängt von der Auffahrgeschwindigkeit, dem Fahrzeuggewicht und der Konstruktion der Stoßstangen und Rahmenstrukturen beider Fahrzeuge ab. Ein Auffahrunfall mit 15 Kilometer pro Stunde kann nur Stoßstangenschäden und Schleudertraumaverletzungen verursachen; eine Auffahrgeschwindigkeit von 60 Kilometer pro Stunde führt häufig zu zerstörten Knautschzonen, Rahmenschäden und schweren Wirbeltraumata bei den Insassen. Moderne Fahrzeuge mit Knautschzonen und aktiven Sicherheitssystemen reduzieren das Verletzungsrisiko, beseitigen es aber nicht.

Warum es passiert und was danach folgt

Auffahrunfälle entstehen am häufigsten durch Fahrerunaufmerksamkeit, zu großen Abstand, plötzliches Bremsen des vorausfahrenden Fahrzeugs, schlechte Straßenverhältnisse oder Ausrüstungsfehlschlag wie Bremsenfading. Ablenkung durch Mobiltelefone ist seit den 2000er Jahren ein dominierender Faktor. Nasse oder vereiste Straßen erhöhen das Auffahrrisiko erheblich, indem sie die Reifenhaftung und Bremsenwirksamkeit verringern.

Nach einem Auffahrunfall leiden die Insassen des getroffenen Fahrzeugs häufig unter Beschleunigungs-Verzögerungsverletzungen, besonders Schleudertrauma im Nacken und Kopf. Das getroffene Fahrzeug kann Rahmenfehlausrichtungen erleiden, die lange nach kosmetischen Reparaturen bestehen bleiben. Versicherungssachbearbeiter behandeln Auffahrschadenfälle als unkomplizierte Haftungsfälle, obwohl bei Mehrfahrzeug-Auffahrunfällen oder Gegenvorwürfen Streitigkeiten entstehen können.

Der Begriff wird auch als Substantiv verwendet: Ein "Auffahrunfall" bezeichnet das Kollisionsereignis selbst oder das Schadenmuster, das es verursacht. In Werkstatt- und Reparaturkontexten unterscheiden Techniker Auffahrschadenschäden von Seitenaufprall- und Frontalschadenschäden, da sich die Reparaturstrategie, die Beschaffung von Teilen und die Ausrichtungsverfahren erheblich unterscheiden.

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