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Kfz-Technik

60-0

Leistungskennwert für Automobile, der die Bremsleistung misst: Messung der Bremsweg-Strecke von 60 mph (etwa 100 km/h) bis zum Stillstand.

60-0: Bremsweg aus Autobahngeschwindigkeit

Ein 60-0-Test misst, wie weit ein Fahrzeug von dem Moment an fährt, in dem der Fahrer bei 60 mph volle Bremsleistung aufbringt, bis es vollständig zum Stehen kommt. Der Test wird auf einer geschlossenen Strecke durchgeführt, typischerweise auf einer leeren Landebahn oder einer Teststrecke, wobei das Fahrzeug mit konstanten 60 mph startet und in einer geraden Linie bremst. Das Ergebnis wird in Fuß oder Metern angegeben und spiegelt die kombinierte Wirkung von Bremsanlagen-Design, Reifenhaftung, Fahrzeuggewicht und Bremsflusskondition wider.

Die Startgeschwindigkeit von 60 mph wurde gewählt, weil sie in vielen Rechtssystemen rechtlich bedeutsam ist und für typisches Autobahnfahren repräsentativ. Tests bei dieser Geschwindigkeit vermeiden die extreme Variabilität, die bei sehr niedriger Geschwindigkeit auftritt (wo Reibung und Bremsantwort stark schwanken), während sie gleichzeitig auf verschiedenen Testoberflächen durchführbar bleiben. Die Ergebnisse liegen typischerweise zwischen 100 und 150 Fuß für Personenwagen, wobei Hochleistungsfahrzeuge mit großen Bremsen und griffigen Reifen in 90 Fuß oder weniger zum Stehen kommen können, während ältere Fahrzeuge oder solche mit schlechten Bremsen 180 Fuß überschreiten können.

Messung und Wiederholbarkeit

Der Test erfordert mehrere Durchläufe, um einen zuverlässigen Wert zu ermitteln, da ein einzelner Bremsvorgang durch Bremstemperatur, Fahrbahnoberflächen-Feuchte, Reifenverschleiß und Schwankungen beim Pedaldruck des Fahrers beeinflusst werden kann. Professionelle Tests umfassen typischerweise das Konditionieren der Bremsen durch mehrere Bremsungen, um eine stabile Temperatur zu erreichen, dann werden fünf oder mehr aufeinanderfolgende Bremsungen aufgezeichnet und gemittelt. Reifendruck, Umgebungstemperatur und die spezifische Testoberfläche werden immer notiert, da diese Variablen die Bremsstrecke erheblich beeinflussen.

Die 60-0-Angabe erscheint häufig in Automobilzeitschriften und Herstellerangaben, weil es sich um eine wiederholbare und vergleichbare Kennzahl handelt. Sie unterscheidet sich von der Bremsstrecke in der Praxis, die die Reaktionszeit einschließt und von dem Moment gemessen wird, in dem eine Gefahr zuerst wahrgenommen wird. Der 60-0-Test misst nur die Bremsstrecke selbst, nachdem die Entscheidung zum Bremsen bereits getroffen und die Bremsen bereits angelegt worden sind. Dies macht ihn für Engineerings- und Vergleichszwecke wertvoll, aber nicht direkt auf Unfallrekonstruktion oder Sicherheitsanalysen anwendbar, ohne zusätzlichen Kontext.

Die Bremsstrecke hängt stark von der Bremsbelag-Zusammensetzung, dem Rotorenmaterial, dem Bremsflusskochpunkt und davon ab, ob das Fahrzeug Antiblockierbremsen hat. Vier-Rad-Scheibenbremsen ermöglichen in der Regel kürzere Bremsstrecken als ältere Trommelbremsen-Konstruktionen. Reifenmischung und Profiltiefe sind gleichermaßen kritisch: Ein Fahrzeug mit abgefahrenen oder Drei-Jahreszeiten-Reifen kann seine 60-0-Strecke um 10 bis 20 Fuß leicht verlängern, verglichen mit demselben Fahrzeug mit hochwertigen Sommerleistungsreifen.

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