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Elektrotechnik

Reperforator

Englisch: reperforator

Vorrichtung zum Lochen einer doppelten Lochstreifenkopie eingegangener Meldungen zur späteren Weitergabe.

Reperforator: das Telegrafengerät, das Nachrichten kopiert und weiterleitet

Ein Reperforator ist ein elektromechanisches Gerät, das eingehende Telegrafensignale empfängt, sie in Echtzeit decodiert und ein Duplikat auf Papierstreifen stanzt, wobei die gleiche Nachricht als Lochkombination codiert ist. Der Streifen kann dann in einen Sender eingelegt werden, um die Nachricht weiterzuleiten, ohne dass eine manuelle Neueingabe erforderlich ist. Dies war eine unverzichtbare Infrastruktur für Telegrafenrelaisstationen, wo Nachrichten mehrere Knoten über lange Entfernungen hinweg durchlaufen mussten.

Die Maschine kombiniert zwei Funktionen in einer Einheit: einen Empfänger, der das eingehende Signal erfasst (typischerweise ein Elektromagnet, der auf Morsecode oder ein ähnliches Signal reagiert), und einen Stanzermechanismus, der einen Stift oder eine Reihe von Nadeln zu präzisen Zeitpunkten durch das Papier treibt. Der Papierstreifen selbst verwendet ein Standardformat, üblicherweise fünf oder acht Lochreihen, die in Zeilen angeordnet sind. Jede Zeile stellt ein Zeichen dar. Der Stanzer arbeitet synchron mit einer internen Uhr oder einem vom eingehenden Signal abgeleiteten Signal und stellt sicher, dass der Abstand und die zeitliche Steuerung der Löcher den eingehenden Daten entsprechen.

Betrieb und Varianten

Ein Reperforator läuft kontinuierlich mit einer festen Bandgeschwindigkeit, typischerweise zwischen 40 und 200 Zeichen pro Minute, je nach System. Bediener mussten das Leerband korrekt einlegen und die Maschine überwachen, um nach Staus oder Fehlausrichtungen zu suchen. Einige Konstruktionen verwendeten einen Elektromagneten, um eine Nadel durch das Papier zu drücken; andere nutzen einen beheizten Stift, der Löcher in empfindliches Band brannte. Die häufigste Anordnung stanzelte direkt durch Papierband auf eine Unterlegplatte. Verschiedene Telegrafencodes erforderten unterschiedliche Stanzerkonfigurationen, sodass Maschinen häufig auf Baudot-Code oder andere in dieser Station verwendete Standards spezialisiert waren.

Der Reperforator löste ein echtes Betriebsproblem: Telegrafisten, die an einer Relaisstation arbeiteten, waren erschöpft von der manuellen Erfassung eingehender Nachrichten und deren anschließender erneuter Eingabe für die Ausgangsübertragung. Fehler schlichen sich ein, besonders auf stark frequentierten Strecken oder unter schlechten Signalbedingungen. Ein automatisiertes Band bedeutete, dass die Nachricht einmal erfasst, einmal überprüft und mit hoher Genauigkeit erneut übertragen wurde. Es ermöglichte auch einem einzelnen Bediener, mehr Verkehr zu bewältigen, indem die Maschine die Kopierarbeit übernahm.

Der Reperforator wurde mit dem Aufkommen von automatisierter Vermittlung und digitaler Übertragung obsolet. Als Telefonnetze und später paketgefilterte Datennetze den Telegrafenbetrieb ersetzten, entfiel die Notwendigkeit, Nachrichten manuell weiterzuleiten und erneut zu übertragen. Die Technologie beeinflusste jedoch spätere automatisierte Systeme und setzte einen Präzedenzfall für die Verarbeitung von Lochstreifendaten in der frühen Datenverarbeitung.

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