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Fertigung

Rapport

Englisch: repeater

Bei der Kattundruckerei ein Muster, das in gleichen Abständen in regelmäßiger Wiederholung auftritt.

Rapport: die Mustereinheit, die den Stoff systematisch ausfüllt

Bei der Kattundruckerei ist der Rapport die grundlegende Mustereinheit, die in regelmäßigen Abständen über die Stoffoberfläche verteilt erscheint. Wenn ein Drucker einen gravierten Zylinder rollt oder einen Block auf den Stoff aufbringt, wiederholt sich das in dieses Werkzeug eingravierte oder geätzte Muster in einem regelmäßigen Raster. Diese gemessenen Abstände erzeugen das vollständige Muster; der Rapport selbst ist sowohl der physische Werkzeugteil als auch die visuelle Einheit, die er erzeugt.

Die Größe des Rapports bestimmt direkt den Abstand zwischen identischen Elementen im fertigen Muster. Ein Rapport von 61 cm Länge auf einem Druckzylinder erzeugt das Muster alle 61 cm entlang der Stofflänge. Rapporte auf Walzenmaschinen bewegen sich typischerweise zwischen 30 und 91 cm, wobei Spezialarbeiten auch längere oder kürzere Rapporte aufweisen können. Blockdruck nutzt kleinere Rapporte, oft 10 bis 30 cm, weil die Blöcke von Hand aufgebracht werden und handlich im Gewicht und in der Handhabung bleiben müssen.

Rapporte an Nähten und Kanten abstimmen

Die Rapportbreite ist im Zuschnitt und in der Näherei von großer Bedeutung. Wenn Kleidungsteile aus gemustertem Stoff zugeschnitten werden, müssen die Rapporte über Nähte hinweg ausgerichtet sein, damit das Muster durchgehend wirkt. Ein schmaler Rapport verschwendet weniger Stoff beim Abstimmen der Muster; ein großer kann erhebliche Verschnitte verursachen, wenn der Schnitt mitten ins Muster fällt. Deshalb müssen Designer und Produktionsplaner die Rapportmaße kennen, bevor sie Meterangaben für einen Auftrag festlegen.

Probleme entstehen, wenn Rapporte beim Druck schlecht registriert sind. Fehlausrichtungen häufen sich um den Zylinder oder Block und werden als leichter Sprung oder Doppelbild im Muster sichtbar. Bei langen Druckläufen kann die Wärmedehnung von Metallzylindern die Registrierung schrittweise verschieben. Textilarbeiter prüfen frühe Drucklängen sorgfältig; wenn der Rapport über mehrere Meter um mehr als einen kleinen Bruchteil eines Zentimeters abweicht, kann die Charge herabgestuft oder neu gedruckt werden.

Der Begriff spiegelt den mechanischen Charakter der industriellen Stoffverzierung wider: der Rapport ist das Artefakt eines zyklischen Prozesses, keine künstlerische Wahl. Jedes Produktionsverfahren, von gravierten Walzen bis zu Rotationssieben, beruht darauf, ein festes Mustermodul zu wiederholen. Das Verständnis der Rapportlänge ist wesentlich, um Meterangaben zu berechnen, das Verhalten beim Mustermatch vorherzusagen und Druckfehler zu diagnostizieren.

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