Riffle
Englisch: riffle
Eine Rinne oder Sluice mit Leisten, Nuten oder Stufen am Boden zur Halterung von Quecksilber und zum Einfangen von Goldpartikeln beim Waschen goldführender Erde; auch eine der Leisten, Nuten oder Stufen in einer solchen Rinne.
Riffle: die Stufe, die Gold in der Sluice Box auffängt
Eine Riffle ist eine quer über den Boden einer Sluice Box oder Rinne angebrachte Stange, Nut oder Stufe, die beim Seifenabbau verwendet wird. Ihre Hauptaufgabe besteht darin, feine Goldpartikel und andere schwere Mineralien zu fangen und festzuhalten, während leichteres Material durchgespült wird. Riffles erzeugen kleine Bereiche mit Turbulenzen und geringerer Strömungsgeschwindigkeit, in denen Gold und andere dichte Mineralien absinken, während das schneller fließende Wasser und leichteres Sediment stromabwärts transportiert werden.
Der Begriff Riffle bezieht sich sowohl auf das gesamte Rinnensystem als auch auf die einzelnen Leisten oder Stangen, die die Auffangfläche bilden. Traditionelle Riffles waren hölzerne Leisten, die im Abstand von wenigen Zentimetern über den Boden einer Sluice Box angebracht waren und leicht angewinkelt wurden, um den Materialfluss zu lenken. Moderne Versionen verwenden Guss-, Stahl- oder Kunststoffstangen und können Nuten oder Stufenmuster aufweisen, um die Oberfläche zu vergrößern und die Auffangsicherheit zu verbessern. Der Abstand zwischen den Riffles ist entscheidend: zu eng beieinander und das Material staut sich; zu weit auseinander und Partikel entgehen.
Funktionsweise und Varianten von Riffles
Wenn erzhaltiges Sediment in eine Sluice Box eintritt, verlangsamen sich Strömungsgeschwindigkeit und Turbulenzen in der Vertiefung hinter jeder Riffle. Gold setzt sich in diesen ruhigen Zonen ab, während leichteres Material stromabwärts fließt. Varianten sind die Lochblechriffle (ein Gitter oder Lochblech, das Wasser durchlässt, aber Sediment abhält), die Teppichriffle (Materialien wie Sackleinengewebe oder Gummi am Boden für mehr Reibung) und die wellförmige Riffle (gekrümmte Stufen, die Strömungsmuster optimieren). Manche Betriebe schichten mehrere Materialien: Teppich über Metallriffles erhöht die Goldausbeute, erfordert aber häufigere Reinigung und verursacht stärkere Wasserrückstaus.
Rifflebasiertes Spülen bleibt die einfachste und kostengünstigste Methode zur kleinmaßstäblichen Goldgewinnung aus Alluvialablagerungen. Ein einzelner Arbeiter kann eine kleine tragbare Sluice Box bedienen, indem er Bachwasser oder gepumptes Wasser mit einer Geschwindigkeit von wenigen Unzen goldhaltigen Kieses pro Minute hindurchleitet. Das Verfahren funktioniert, weil Seifengold mit einer 19-fach höheren Dichte als Wasser sich schnell von leichteren Mineralien trennt, wenn die Strömungsgeschwindigkeit richtig gesteuert wird.
Das Hauptproblem beim Betrieb ist die Falschkonzentrierung: leichte magnetische Mineralien wie Magnetit und Hämatit sinken ebenfalls hinter Riffles ab und erfordern weitere Trennschritte (Waschrinne, Schüttelrinne oder Magnetscheidung), um das Gold zu isolieren. Riffles verstopfen auch mit Ton, Schlick und organischem Material und müssen regelmäßig gereinigt werden, um die Effizienz zu erhalten. In Bächen mit hohem Sedimentgehalt können sich Riffles in wenigen Minuten zusetzen und müssen ständig durchgerecht werden.