S/S
Abkürzung für Kurzarm.
S/S: der Kleidungscode für Ärmel, die nicht über die Schulter hinausgehen
In der Bekleidungsherstellung und im Einzelhandel steht S/S für einen Schnitt mit Ärmeln, die an der oder nahe der Schulternaht enden, typischerweise zwischen Schulterpunkt und Mitte des Bizeps. Der Begriff erscheint auf Spezifikationsblättern, Bestellungen und Bestandsetiketten, um diesen Stil von langen Ärmeln (L/S), Dreiviertellänge (3/4) oder ärmellosen Schnitten (manchmal gekennzeichnet als Tank oder SL) zu unterscheiden. Fabriken verwenden diese Kurzform in der gesamten schriftlichen Kommunikation, um die Verwirrtheit zu vermeiden, die entsteht, wenn verbale Beschreibungen je nach Sprache oder Region variieren.
Der Messstandard für S/S ist unkompliziert: die Armlochaht bis zum Ärmelsaum fällt grob 2,5 bis 7,5 cm unter den Schulterknochen, wobei dies je nach Kleidungstyp und Markt variiert. Ein einfaches Crewneck-T-Shirt in S/S hat beispielsweise typischerweise eine Ärmellänge von 10 bis 13 cm vom Schultersaum. Polos, Hemden und Arbeitsshirts in S/S folgen anderen Proportionen, aber halten die Kerndefinition ein: Ärmel, die nicht über den mittleren Armbereich hinausgehen.
S/S erscheint in Größengradierungsspezifikationen, weil die Ärmellänge eine der wenigen Messungen ist, die mit der Körpergröße skaliert werden muss. Ein Herren-Shirt in Größe M, S/S hat eine längere Ärmelnaht als ein Damen-Shirt in Größe M, S/S; Gradierungsmarker berücksichtigen diese Unterschiede. Dieses Detail ist in der Produktion wichtig, weil ein einzelner Schnittblock nicht für eine Herrenlinie und eine Damenlinie ohne Änderung der Ärmellänge, Schulterbreite und Armlockenöffnung verwendet werden kann.
Das Kürzel entstand in amerikanischen Bekleidungsfabriken und standardisierte sich allmählich in der Mitte des 20. Jahrhunderts, als die Offshore-Produktion expandierte. Heute ist es in Schneiderei- und Nähbetrieben, technischen Paketen und Einzelhandelsdatenbanken fast universell, obwohl einige Regionen oder traditionsreiche Marken immer noch "short sleeve" ausschreiben. Die Abkürzung spart Platz auf Hangtags, Etiketten und digitalen Aufzeichnungen, wo Dutzende von Größen-Farben-Ärmel-Kombinationen gleichzeitig nachverfolgt werden müssen.
Häufige Produktionsfehler bei S/S-Kleidungsstücken sind zu lange geschnittene Ärmel (die gegen 3/4-Länge wandern) aufgrund von fehlerhaft gradatoren Schnittteilen oder Ärmel, die zu hoch am Armloch sitzen und die Armbewegung einschränken. Qualitätsprüfungen messen typischerweise vom Schultersaum zur fertigen Saum-Kante; die Toleranz liegt normalerweise bei plus oder minus 1,3 cm je nach Markenstandard. S/S ist auch die häufigste Ärmelart in warmen Klimazonen und Freizeitkleidung, daher stellt sie ein großes Volumen in der globalen Bekleidungsproduktion dar.