Kantenstein
Englisch: scant
Quaderstein, an zwei Seiten bis zur Lagerfläche gesägt.
Scant: ein halbfertig bearbeiteter Steinblock
Ein Scant ist ein Stein, der auf zwei Flächen bis zur endgültigen Lagerfläche quadriert wurde, aber auf den anderen Seiten rau oder unbearbeitet bleibt. Er steht zwischen einem rohen Steinbruchblock und einem vollständig bearbeiteten Quaderstein. Der Begriff kommt vor allem in Maurerei und Steinbearbeitung vor, wo er eine Zwischenstufe in der Steinvorbereitung beschreibt und nicht eine fertige, verlegebereit Einheit.
Die beiden bearbeiteten Flächen sind normalerweise das Lager (Unterseite) und die Rückseite (Oberseite in der Wand), die über die gesamte Länge und Breite des Steins laufen. Dies ermöglicht dem Maurer, den Stein mit vorhersehbarer Dicke und einer ebenen Lagerfläche zu setzen. Vorderseite und Seiten bleiben unbearbeitet, was die Arbeitskosten gegenüber vollständig bearbeiteten Quadersteinen niedrig hält, und die unregelmäßige Oberfläche nimmt Mörtel und Verfugung besser auf als eine glatte Fläche.
Wo Scants verwendet werden
Scants sind am häufigsten in Bruchsteinmauerwerk, zufällig geschichteten Arbeiten und Ausfachungsanwendungen anzutreffen, bei denen die Optik weniger wichtig ist als die statische Leistung. Sie erscheinen häufig in Grundstücksmauern, landwirtschaftlichen Gebäuden und in den inneren Schichten von Hohlwandkonstruktionen. Bei feineren Arbeiten wie sichtbaren Quadersteinen sind vollständig bearbeitete Steine Standard; bei rauem Bruchstein sind ganz unbearbeitete Steine akzeptabel. Der Scant füllt einen praktischen Mittelweg.
Der Name selbst bezieht sich auf die Wirtschaftlichkeit des Steins: er ist gering in der Bearbeitung und gering in den Kosten. Ein Maurer könnte Scants nach Dicke und ungefähren Flächenmaßen bestellen, anstatt als maßgefertigte Einheiten, und verlässt sich auf die Unregelmäßigkeit der Vorderseite, um die visuelle Textur der Wand zu schaffen.