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Elektrotechnik

Sendung

Englisch: send

Ein Vorgang, bei dem Daten übertragen werden.

Send: Datenübertragung von einem Punkt zum anderen

Ein Send ist die Übertragung von Daten von einem Quellgerät oder Knoten zu einem Ziel über einen Kommunikationskanal. In der Elektrotechnik bewegt eine Send-Operation Informationen als elektrische Signale, Lichtimpulse oder Radiowellen, je nach Medium. Die Quelle leitet die Übertragung ein; das Ziel empfängt sie. Das ist grundlegend für jedes vernetzte System, von industriellen Steuerungsnetzwerken bis zur Telekommunikationsinfrastruktur.

Sends unterscheiden sich nach Protokoll und Medium. In synchronen Systemen wie CAN-Bus oder Modbus RTU folgt ein Send strikten Zeit- und Rahmenvorgaben: Daten werden in Frames mit Kopfzeilen, Prüfsummen und Trennzeichen verpackt. Asynchrone serielle Sends nutzen Start- und Stoppbits zur Markierung der Grenzen. Ethernet-Sends verpacken Daten in Frames mit MAC-Adressen und IP-Kopfzeilen. Radio-Sends modulieren Informationen auf Trägerwellen bei festgelegten Frequenzen. Jede Send-Operation verbraucht elektrische Energie, führt zu Latenz und kann durch Interferenzen oder Kollisionen mit anderen Sends auf gemeinsamen Medien beeinträchtigt werden.

Send-Timing und Pufferung

Ein Send erfolgt nicht augenblicklich. Die Zeit von der Initiierung bis zur Fertigstellung hängt von der Datenlänge, der Kanalbreite und dem Protokoll-Overhead ab. Ein Mikrocontroller kann eine Send-Operation in Hardware oder Software in eine Warteschlange einreihen; wenn der physikalische Kanal belegt ist, wartet der Send im Puffer. Pufferüberlauf, wenn Sends schneller eintreffen als der Kanal sie übertragen kann, führt zu Datenverlust oder Verzögerungen in der Warteschlange. Echtzeitsysteme müssen die schlimmste Send-Latenz berücksichtigen, um Reaktionszeiten zu garantieren.

Sends schlagen auf charakteristische Weise fehl. Rauschen oder Interferenzen können das Signal beschädigen und erfordern eine Neuübertragung. Kollisionen treten auf, wenn zwei Knoten gleichzeitig auf einem gemeinsamen Bus senden; höherwertige Protokolle wie CSMA/CD in Ethernet verwalten die Wiederherstellung. Unterbrechungen, Kurzschlüsse oder Impedanzunsicherheiten verschlechtern die Signalqualität. In Funksystemen reduzieren Mehrwegeausbreitung und Abschattung die Reichweite. Die Überwachung des Send-Erfolgs durch Bestätigungen und Prüfsummen ist in sicherheitskritischen Anwendungen unverzichtbar.

Der Begriff stammt aus der Telekommunikations- und Funkpraxis, wo "Send" und "Empfang" die asymmetrischen Hälften der bidirektionalen Kommunikation beschreiben. In moderner Vernetzung werden "Transmit" und "Send" synonym verwendet, wobei "Send" häufiger in Software-APIs und Steuerungslogik vorkommt. Die Verbform "zu senden" ist gleichermaßen verbreitet in der Ingenieursprache: "die SPS sendet einen Befehl zum Motorantrieb."

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