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Industriebedarf, Maschinen und Bauteile

Sequenzgetriebe

Englisch: sequential manual gearbox

Ein manuelles Getriebe mit Hand- oder vollautomatischer Kupplung, bei dem der Fahrer die Gänge nur nacheinander wählen kann und nicht wie bei einem H-Muster-Schaltgetriebe überspringen darf. Dieses Getriebe wird hauptsächlich in Motorrädern und Rennwagen verwendet und ist eine Form der Motorradschaltung.

Schaltgetriebe mit Schaltfolge: ein Gang nach dem anderen, in Reihenfolge

Ein Schaltgetriebe mit Schaltfolge erzwingt die Gangwahl in strenger numerischer Reihenfolge: von eins zu zwei zu drei, ohne Sprünge nach vorne oder hinten. Der Fahrer oder Motorradfahrer bedient einen einzelnen Hebel, ein Pedal oder Paddel, das eine feste Abfolge durchläuft, normalerweise durch Drehung einer Trommel oder eines Schubstangengetriebes, das jeden Gangrat der Reihe nach eingreift. Im Gegensatz zu einem H-Schaltgetriebe, bei dem der Fahrer Gänge aus einem Raster von Positionen wählt (1-2 oben links, 3-4 rechts und so weiter), macht eine Schaltfolge-Box Verwechslungen unmöglich, weil es nur einen legalen nächsten Schritt gibt.

Schaltfolge-Getriebe kommen am häufigsten bei Motorrädern vor, wo ein Fußhebel nach oben oder unten wippt. Ein vollständiger Hubbewegung, oben zum Hochschalten, unten zum Herunterschalten, greift den nächsten Gang ein. Rennwagen und Hochleistungsfahrzeuge nutzen ebenfalls Schaltfolge-Getriebe, bedient durch Paddel hinter dem Lenkrad oder einen Schalthebel am Boden. In beiden Fällen kann der Fahrer nicht vom dritten direkt zum fünften Gang springen; das Getriebe muss den vierten Gang durchlaufen.

Varianten und Kupplungsanordnung

Schaltfolge-Getriebe können mit einer manuellen Kupplung ausgeführt sein, bei der der Fahrer die Kupplung bei jedem Schalt- aus- und einrückt, oder mit einer vollständig automatisierten oder halbautomatischen Kupplung, die sich beim Schaltbefehl kurzzeitig öffnet. Motorräder erfordern normalerweise manuelle Kupplungsbedienung neben der Gangwahl, während Racing-Schaltfolge-Getriebe oft pneumatische oder hydraulische Kupplungssysteme nutzen, die unabhängig vom Schaltvorgang arbeiten. Diese Automatisierung verkürzt die Schaltzeit und verringert das Risiko von Motorstillstand oder Tractionsverlust während der Beschleunigung.

Der mechanische Kern eines Schaltfolge-Getriebes ist einfach konstruiert: eine rotierende Schaltwalze oder Schubstange trägt Rastpositionen (Kerben oder Anschläge), die sich mit dem Eingriffsmechanismus jedes Gangs ausrichten. Während sich Hebel oder Pedal bewegt, dreht es die Walze um eine Position, was dann die Sperrklaue des aktuellen Gangs zurückzieht und die Zahnklauen des nächsten Gangs eingreifen lässt. Das System erfordert präzise Konstruktion, um zu verhindern, dass die Gänge sich teilweise eingreifen oder unter Last zwischen Positionen springen.

Schaltfolge-Getriebe werden geschätzt, wenn Schaltgeschwindigkeit, Einfachheit und Zuverlässigkeit wichtiger sind als Flexibilität. Ein Motorradfahrer profitiert vom intuitiven Auf-Ab-Rhythmus und der Ausschaltung von unbeabsichtigten Leerlaufgängen. Ein Rennfahrer gewinnt durch schnellere Schaltvorgänge Zeit und kann die Hände am Lenkrad behalten. Der Nachteil ist die Starrheit: Es gibt keine Möglichkeit, zwei Gänge auf einmal herunterzuschalten zum Motorbremsing oder einen Gang im Ausrollen zu halten, ohne ein komplexeres Schaltlogik-System. Der Begriff Schaltfolge spiegelt die Grundregel wider: Gänge müssen in Reihenfolge gewählt werden.

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