Sockelleiste
Englisch: skirting board
Eine normalerweise aus Holz gefertigte Verkleidung zwischen Boden und Innenwand eines Bauwerks oder an einer Stelle, die wiederholten Stößen ausgesetzt ist.
Sockelleiste: die Stoßstange der Wand gegen Füße und Möbel
Eine Sockelleiste ist eine horizontale Holzleiste, die entlang der Fuge zwischen Fußboden und Innenwand eines Raums verläuft. Ihre Hauptaufgabe ist der Schutz: Sie federt Stöße von Füßen, Möbelbeinen, Staubsaugern und Besen ab, die sonst den Putz oder die Trockenbauwand beschädigen würden. Im traditionellen Bau verdeckt sie auch die Fuge zwischen Bodenbelag und Wand, die sich durch Feuchte und Temperaturschwankungen leicht verschiebt.
Sockelleisten werden typischerweise aus Weichholz wie Kiefer oder Fichte gefertigt und in Standardprofilen bearbeitet. Übliche Höhen liegen zwischen 100 mm und 150 mm, wobei Häuser aus der viktorianischen Zeit oft Leisten von 200 mm oder höher aufweisen. Die Vorderseite kann schlicht und kantengerade sein oder mit Profilierungen und Zierleisten versehen. Hartholzarten wie Eiche oder Nussbaum kommen bei anspruchsvoller Ausführung zum Einsatz. MDF (Mitteldichte Faserplatte) und Verbundwerkstoffe werden im modernen Bau zunehmend verwendet, da sie weniger verformen und Anstriche gleichmäßiger aufnehmen als massives Holz.
Die Befestigung erfolgt durch Nageln oder Verschrauben an Holzwandschwellen oder in Dübel in der Mauerwerk. Bei massiven Wänden wird die Leiste oft auf kleinere Unebenheiten in Boden oder Wand angepasst. Eckenverbindungen müssen auf Gehrung geschnitten (45 Grad) oder mit Kopfschnitt gefertigt werden (eine Leiste wird dem Profil der anderen angepasst), um dichte, ansehnliche Fugen zu erreichen. Die Leiste wird nach Verlegung des Bodenbelags, aber vor oder während der Endbeschichtung angebracht, was Flexibilität bietet, wenn sich die Bodenebene bei Sanierungsarbeiten verschiebt.
Schäden und Ausfallarten
Sockelleisten neigen zu Fäulnis, wenn sie feuchte Wände berühren oder auf nassen Beton stehen, besonders in Kellern oder nach Hochwasser. Stoßschäden erzeugen Risse und Dellen, die Unterseite kann auch lostreten, wenn Befestigungsmittel versagen oder das Holz schrumpft. Anstrichversagen tritt auf, wenn Feuchte aus der Wand zu Verwölbung oder Blasenbildung führt. In feuchten Bereichen müssen Leisten mit Schutzmittel behandelt oder aus natürlich dauerhaftem Material gefertigt sein.
Der Begriff "Sockelleiste" leitet sich vom Wort "Sockel" ab, was eine Borte oder Kante bedeutet; die Leiste umrandet den Umfang des Raums. In Nordamerika heißt das Äquivalent baseboard oder base moulding. Bei gekrümmten oder geneigten Wänden wird die Montage schwierig und die Leiste wird manchmal durch Vinyl- oder Gummischoner ersetzt, die die Schutzfunktion erfüllen, ohne die Anforderungen an die Holzverbindungen zu stellen.