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Textiltechnik

sl st

Abkürzung für slip stitch.

Steppstich: die unsichtbare Naht, die fugenlos verbindet

Der Steppstich ist eine von Hand genähte Verbindungstechnik, die eine fast unsichtbare Naht erzeugt, indem die Nadel durch die umgelegte Kante des Stoffes fädelt, statt über sie hinweg. Der Arbeitsfaden verläuft innerhalb der Umschlag eines Teils, dann durch eine kleine Öffnung im Umschlag des benachbarten Teils, sodass die Naht vollständig innerhalb oder entlang der Umschlaglinie liegt. Wenn alles stimmt, wird die Naht auf der Vorderseite des Kleidungsstücks praktisch unsichtbar.

Der Steppstich eignet sich hervorragend zum Verschließen von Öffnungen nach dem Ausstopfen oder Wenden, besonders bei Kissen, Polstern, Kuscheltieren und Kleidungsnähten, die verborgen bleiben müssen. Er wird auch zum Befestigen von Zwischenstoffen, Applikationen und Einfassungen verwendet, wo die Naht nicht sichtbar sein darf. Die Technik erfordert eine spitze Nadel, Garn in Stofffarbe und gleichmäßige Spannung, um Kräuseln oder sichtbare Schlaufen entlang des Umschlags zu vermeiden.

Warum der Name wichtig ist

Der Stich verdankt seinen Namen der Art, wie die Nadel im Innern des Stoffumschlags gleitet und parallel zur Nahtlinie verläuft statt senkrecht zu ihr. Der Faden rutscht sozusagen durch die Lagen, ohne die Oberfläche zu durchbrechen.

Steppstiche sind arbeitsintensiv und langsamer als Maschinennähte, weshalb sie für Serienproduktion unpraktisch sind. Dennoch bleiben sie bei hochwertigeren Artikeln Standard für Verschlussarbeiten und überall dort, wo eine Naht von außen unsichtbar sein muss. Die Qualität einer gesteppten Verschlussstelle gilt oft als Zeichen von Handarbeit und sorgfältiger Verarbeitung.

Häufige Probleme sind sichtbare Stiche durch lockere Spannung, Kräuseln durch zu starkes Ziehen oder Lücken, wenn die Öffnung ungleichmäßig geschlossen wurde. Ein zu dicker oder farblich schlecht abgestimmter Faden zeigt sich als Linie entlang der Naht. Der Stich wird auch schwächer, wenn der Stoff zu dünn oder abgetragen ist, da die Nadel mehrmals entlang der gleichen Linie in gefaltetes Material eindringen muss.

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