Hemd
Englisch: shirt
Ein Kleidungsstück, das auf dem oberen Körperteil getragen wird, oft mit Ärmeln, die ganz oder teilweise die Arme bedecken.
Hemd: ein maßgeschneidertes Kleidungsstück für den Oberkörper mit Ärmeln
In der Textilproduktion ist ein Hemd ein verarbeitetes Kleidungsstück aus Webe- oder Strickstoff, das zugeschnitten und genäht wird, um Oberkörper und Arme zu passen. Im Gegensatz zu einer einfachen Tunika oder einem Chemise hat ein Hemd eine strukturierte Vorderöffnung (üblicherweise mit Knöpfen oder Druckknöpfen), einen Kragen, taillierte Ärmel und Seitennähte. In der Fabrikation unterscheidet man Hemden von T-Shirts hauptsächlich durch die Ärmelkonstruktion und die Verschlussart; ein Businesshemd oder Arbeitshemd hat einen Hemdzipfel und einen Kragensteg, während ein T-Shirt ein einfaches Halsbündchen ohne Vorderöffnung aufweist.
Die Hemdproduktion beginnt mit der Mustergraduierung über Größenbereiche, typischerweise XS bis XXL bei Herrenware und einer größeren Vielfalt bei Damenware. Der Stoff wird in Lagen aufgelegt (üblicherweise 20 bis 40 Schichten), mit Bandmessern oder Laserschneidern geschnitten, dann werden die Teile durchsortiert und gebündelt. Ärmel werden mit einem automatischen Ärmelsetzer eingenäht, der die Armkugel glatt in die Armlochöffnung führt; schlechte Spannung verursacht hier Kräuseln oder Wellen. Die Kragenverarbeitung erfordert Genauigkeit: Die Einlage wird auf den Kragenstoff aufgeschmolzen, der Kragen wird gefaltet und abgesteppt (typischerweise 2 bis 3 mm vom Rand entfernt), dann mit einer speziellen Kragenf uß-Vorrichtung an das Vorderteil genäht.
Varianten und Ärmelkonstruktion
Die Ärmellänge definiert die Kategorie: Kurze Ärmel enden oberhalb des Ellenbogens (typischerweise 6 bis 8 Zoll von der Schulter), Dreiviertellärmel reichen bis zur Mitte des Unterarms, und lange Ärmel erstrecken sich bis zum Handgelenk. Die Armkugeltefe (die gewölbte Oberseite des Ärmels) variiert je nach Design; flache Armkugeln sitzen höher und wirken sportlicher, während tiefere Armkugeln tiefer ansetzen und die Armbewegung leicht einschränken. Die Manschettenverarbeitung verwendet eine gefaltete doppelte Schicht (oft mit Einlage), die an die Ärmelöffnung genäht wird; Knopfmanschetten erfordern Knopflochplatzierung und Knopfanbringung, beides entscheidend für Größentoleranz.
Häufige Produktionsfehler sind Armlochverspannungen, bei denen wiederholte Setzvorgänge die Nahtgrat schwächen und Nähte nach dem Waschen reißen. Kragenwölbung entsteht, wenn die Unterseite des Kragens stärker schrumpft als die Oberseite des Kragenstoffs durch unterschiedliche Wärmeeinwirkung oder Stoffqualität; dies erfordert sorgfältiges Bügeln und manchmal eine stabilisierende Naht auf der Kragenkante. Stoffmängel wie Verdickungen oder Streifen werden bei der Lagenvorbereitung kontrolliert; ein einziger sichtbarer Fehler kann erfordern, dass das gesamte Teil aus einer anderen Lage geschnitten wird oder als Zweiwahl gekennzeichnet wird.
Der Name stammt vom Altenglischen sceorte, verwandt mit 'kurz' (im Gegensatz zum langen Hemd oder Chemise, das unter Rüstungen getragen wurde), obwohl moderne Hemden unterschiedliche Längen haben. In industriellen Betrieben werden Hemden nach Stoffgewicht (gemessen in Unzen pro Quadratyard oder Gramm pro Quadratmeter) und Konstruktionskomplexität eingeteilt; ein einfaches Poplin-Arbeitshemd verwendet 12 bis 14 oz Webstoff, während Hemden aus feinerer, dichter gewebtem Stoff mit 8 bis 10 oz verwendet. Das Produktionsvolumen bestimmt, ob Knöpfe von dedizierten Maschinen oder bei langsameren Prozessen von Hand genäht werden.