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Arbeitssicherheit

Rauchdruck

Englisch: smoke explosion

Explosion von Rauchgasen, die sich in einem brennenden Gebäude angesammelt haben.

Rauchwelle: Backdraft in einem geschlossenen Brand

Eine Rauchwelle entsteht, wenn sich unverbrannte Rauchgase in einem Gebäude ansammeln und plötzlich entzünden, sobald frischer Sauerstoff zugeführt wird. Die Gase reichern sich in einem luftarmen Raum in den frühen Brandphasen an, kühlen beim Ausbreiten ab und vermischen sich mit flüchtigen Stoffen. Wenn eine Tür oder ein Fenster bricht oder Feuerwehrleute eine Wand durchbrechen, führt der Sauerstoffschub zur Detonation der gesamten Gaswolke mit großer Wucht. Die Explosion kann brennendes Material ausschleudern, Strukturen zum Einsturz bringen und Bewohner sowie Einsatzkräfte gefährden oder verletzen.

Das Phänomen unterscheidet sich von einem einfachen Backdraft, obwohl die Begriffe manchmal vermischt werden. Eine Rauchwelle beschreibt spezifisch die Detonation einer geschichteten Schicht unverbrannter Gase, die oft auf Deckenhöhe in einem Raum auftritt. Die Gastemperatur kann nur 300 bis 400 Grad Celsius betragen, deutlich unter der Selbstentzündungstemperatur der meisten brennbaren Stoffe, doch die plötzliche Vermischung und Oxidation erzeugt dennoch Explosionskraft. Zeitpunkt und Stärke hängen von der Gaskonzentration, dem Raumvolumen und der Geschwindigkeit sowie Menge des eindringenden Luftstroms ab.

Erkennung und Prävention

Feuerwehren erkennen Warnsignale: Fenster mit Rußfilm beschlagen, Rauch, der mit Kraft aus kleinen Spalten dringt, und ungewöhnliches Zischen oder Brausen. Feuerwehrleute trainieren heute, sich Raumöffnungen vorsichtig zu nähern und von Dach oder hohen Lüftungen aus zu belüften, um angesammelte Gase nach oben abzuleiten, anstatt sie auf Bodenhöhe horizontal mit Frischluft zu vermischen. Schutztücher und Planen können eingesetzt werden, um die Luftzufuhr zu verlangsamen. Bei Wohnungsbränden kann spontanes Zerbrechen von Fenstern oder verglaster Geräte die Explosion auslösen, bevor überhaupt eingegriffen wird.

Der Begriff spiegelt die sichtbaren Folgen wider: Strukturschäden ähneln denen einer Innenexplosion, mit Rußablagerungen auf allen Oberflächen und ausgeschleuderten brennenden Materialien. Sachverständige und Brandermittler unterscheiden Rauchwellen von Gaslecks oder anderen Detonationen durch Analyse der Brandkompartiment-Geschichte, der Ausbreitungsrichtung von Trümmern und der Farb- und Temperatursignatur der verbleibenden Glut. Das Phänomen war bis zur systematischen Untersuchung in den 1970er und 1980er Jahren schlecht verstanden; verbesserte Schulungs- und Lüftungsprotokolle setzen sich seitdem bei Feuerwehren durch.

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