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Arbeitssicherheit

Bunker out

Englisch: bunker out

Sich in Feuerwehrschutzausrüstung anziehen.

Ausrüstung anlegen: Vorbereitung zum Einsatz

Ausrüstung anlegen bedeutet, die komplette persönliche Schutzausrüstung für Feuerwehreinsätze anzuziehen, speziell die schwere Einsatzkleidung und das Atemschutzgerät (Selbstrettungsgerät), die vor dem Betreten einer gefährlichen Atmosphäre oder eines Brandes erforderlich sind. Der Begriff stammt aus dem Aufenthaltsraum oder Bunker, dem Bereich der Feuerwehrstation, in dem die Einsatzkräfte ihre Ausrüstung auf schnell zugänglichen Gestellen lagern, vollständig zusammengestellt und für den raschen Einsatz bereit.

Die Ausrüstung selbst besteht aus mehrschichtigem Außenmaterial aus Aramid oder flammfestem Baumwollgewebe (in der Regel nach NFPA 1971 Standard), mit inneren Feuchtigkeitssperren und Wärmeschutz. Eine Einsatzhose und ein Einsatzhemd wiegen zusammen 7 bis 10 Pfund und müssen über einer inneren thermischen Schutzschicht angezogen werden. Zum Anlegen der Ausrüstung gehört auch das Befestigen des Helms mit Gesichtsschutz, Handschuhe, die Kontakt mit Oberflächen bis 500 Grad aushalten, sowie Stiefel mit rutschfesten Sohlen mit Wärmeschutz und Chemikalienbeständigkeit.

Das Atemschutzgerät ist die letzte und wichtigste Komponente. Moderne Geräte wie von Dräger oder MSA führen 30 bis 45 Minuten Atemluft mit sich, in Ruhe weniger bei körperlicher Anstrengung. Der Vorratsdruck muss vor dem Einsatz geprüft werden. Die Gesichtsmaske wird dicht verschlossen und auf Dichtigkeit geprüft, um sicherzustellen, dass keine Kontamination in die Atemwege gelangt. Das Anlegen ist erst dann abgeschlossen, wenn alle Riemen gesichert sind und Kommunikationsausrüstung, falls vorhanden, funktioniert.

Geschwindigkeit ist operativ wichtig, aber Abkürzungen beim Anlegen der Ausrüstung führen zu echten Konsequenzen. Ein vergessener Handschuhriemen oder eine nicht vollständig abgedichtete Gesichtsmaske können zu Brandverletzungen oder Einatmung giftiger Gase wie Kohlenmonoxid und Blausäure führen. Trainingsübungen schulen Automatismen und gegenseitige Kontrolle: Teams rufen jedes Mitglied auf, wenn es vollständig ausgerüstet ist, bevor es zum Fahrzeug oder zum Einsatzort geht.

Ausrüstung anlegen ist nicht allein auf den Strukturbrand beschränkt. Hazmat-Teams, Spezialrettungskräfte und Betriebsfeuerwehren verwenden den Begriff ähnlich, wobei ihre Außenschichten und Atemschutzgeräte je nach spezifischer atmosphärischer Gefahr unterschiedlich ausgelegt sind: Hitze, Chemiedämpfe, Partikelflüsse oder erstickende Gase. Das zugrundeliegende Prinzip ist gleich: kompletter Schutz vor der Exposition.

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